Gericht bestätigt: Kein islamischer Kindergarten im Kanton Zürich

Der Verein Al-Huda wollte in Volketswil einen islamischen Kindergarten aufmachen. Geht nicht, fand der Kanton Zürich. Zuviel Religion. Zuviel Arabisch. Nun erhält der Kanton auch vor Gericht Recht. Der Unterricht würde den Zielen der Volksschule nicht entsprechen, sagt das Verwaltungsgericht.

Ein Mädchen mit Kopftuch liest den Koran.

Bildlegende: Den Koran lesen lernen: Ein zentraler Inhalt des islamischen Kindergartens, der nicht den Zielen der Schule entspricht. Symbolbild/Keystone

Bereits zweimal ist der Verein «Al-Huda» mit seinem Projekt für einen islamischen Kindergarten in Volketswil abgeblitzt. Zuerst bei der Zürcher Bildungsdirektion, dann beim Gesamtregierungsrat. Die Argumentation lautete ähnlich: Die Religion nehme im Unterricht zu viel Platz ein. Der Fokus auf den Arabisch- und Koranunterricht sei zu stark. Kurz: Die Vorgaben des Lehrplans würden nicht eingehalten.

Problematische Nähe zum Islamischen Zentralrat

«Al-Huda» reichte daraufhin eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein - und unterlag erneut. Das Verwaltungsgericht stützt die Argumentation des Regierungsrates: Das Konzept des Vereins «al Huda» nehme keine genügende Abgrenzung zwischen dem «profanen Kindergartenunterricht» und den religiösen Unterrichtsinhalten vor. Es bestehe deshalb die Gefahr, dass den Kindern primär religiöse Inhalte als Ordnung des Alltagsgeschehens vermittelt würden, heisst es im Entscheid.

Wie schon die Vorinstanz bezeichnet das Verwaltungsgericht die enge Verbindung zum Islamischen Zentralrat (IZRS) als problematisch. Die als administrative Leiterin vorgesehene Person sei bis Ende 2012 Mitglied des Vorstandes gewesen.

Auch wenn sie sich danach ganz aus dem Zentralrat zurückgezogen habe, erscheine es nicht glaubhaft, dass sie die Ziele des IZRS nicht mehr teile. Der IZRS wollte dies auf Anfrage des «Regionaljournals» nicht kommentieren.