Friedensrichter Geschlichtet wird nur noch in Schaffhausen

Ein Mann und eine Frau, vis à vis eine Frau mit einem Notizboard.

Bildlegende: Friedensrichter müssen schlichten, wenn ein Streit eskaliert. In Zukunft tun sie dies nur noch in Schaffhausen. Colourbox

Ein Streit mit dem Nachbarn über den Apfelbaum oder ein Konflikt mit dem Arbeitgeber wegen einer Kündigung: Wenn derartige Streitfälle eskalieren, landen sie beim Friedensrichter. Er versucht zu schlichten, damit es nicht zum Gerichtsverfahren kommt.

In Schaffhausen gab es bis jetzt vier Friedensrichterämter. Im Klettgau, Stein, Reiat und in Schaffhausen. Doch die Arbeit war ungleich verteilt und die Friedensrichter haben sich öfter geholfen. Deshalb mache es Sinn, die Friedensrichter an einem Ort zusammen zu führen, fanden die Befürworter von links bis rechts.

«  Ein zentrales Amt in Schaffhausen bietet mehr Anonymität. »

Lorenz Laich
FDP-Kantonsrat

FDP-Kantonsrat Lorenz Laich glaubt, dass gerade auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Schaffhauser Dörfer davon profitieren. «Ich habe des öfteren gehört, dass ein Besuch beim Friedensrichter im Dorf als unangenehm empfunden wird.»

«  Warum muss es immer Schaffhausen sein? »

Marcel Montanari
Thaynger JFDP-Kantonsrat

Einige Parlamentarier störten sich hingegen, dass die zentrale Stelle ausgerechnet in Schaffhausen eingerichtet werden soll. Und in der SVP gab es Stimmen, die eine Professionalisierung und damit die Abschaffung des Laienrichtertums befürchteten. In der Abstimmung sagten deshalb ein Dutzend SVP-Vertreterinnen und Vertreter Nein.

Das letzte Wort haben nun die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger.