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Gesucht: Kindergärtner/in! Mit sechs Schachzügen gegen den Mangel im Kanton Zürich

Im Gang eines Kindergartens hängen die Leuchtwesten für die Kinder an den Kleiderhaken.
Legende: Keystone

Die Situation in den Zürcher Kindergärten ist angespannt. Für das kommende Schuljahr fehlen derzeit noch rund 40 Lehrpersonen. Brigitte Mühlemann vom Zürcher Volksschulamt sieht den Grund in den steigenden Kinderzahlen und den zahlreichen Pensionierungen in den letzten Jahren.

Um dem Mangel entgegenzutreten, hat das Volksschulamt folgende sechs Massnahmen getroffen:

  1. Kindergärtnerinnen können neu über das 70. Altersjahr hinaus arbeiten.
  2. Studentinnen oder Studenten der Pädagogischen Hochschule PH können ihr Studium für ein Praxisjahr unterbrechen.
  3. Primarlehrer können im Sommer einen Kurs besuchen, um in der Folge auch Kindergartenschüler unterrichten zu dürfen.
  4. Der Wiedereinstieg für ehemalige Kindergärtner/innen soll vereinfacht werden.
  5. Der minimale Beschäftigungsgrad darf auch 35 Prozent unterschreiten.
  6. Mit dem Quereinsteigerprogramm soll der Bestand an Kindergärtner/innen langfristig gesichert werden.

Brigitte Mühlemann zeigt sich zuversichtlich, dass mit diesen Massnahmen der Mangel an Kindergärtnern oder Kindergärtnerinnen für dieses Jahr, aber auch in Zukunft, behoben werden kann.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Pre Nad (prenad)
    Derr Kanton Zürich besitzt noch immer nicht die Weitsicht, dass das Problem nicht überbrückt sondern langfristig gelöst werden muss. Die Anstellungsbedingungen sind enttäuschend und durch fehlenden Einblick des Kantons in die Signifikanz der Entwicklungsförderung auf dieser Stufe wird der Missmut immer grösser werden. Geht das so weiter, wird der Mangel an Kindergartenlehrpersonen ein noch bedenklicheres Ausmass annehmen. Und es ist die Bildung der Kinder, die darunter leidet.
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  • Kommentar von Sandra Altorfer (sao)
    Warum aber soll ein Primarlehrer, der mehr verdient und sehr oft in Halbklassen arbeiten kann, auf die Kindergartenstufe umsteigen wollen? - Diese Stufe ist nicht mehr attraktiv! Dem Mangel an Lehrpersonen auf der Kindergartenstufe kann nur mit einer Verbesserung der Anstellungsbedingungen begegnet werden.
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  • Kommentar von Sandra Altorfer (sao)
    Die steigenden Kinderzahlen als Folge der unsinnigen Senkung des Eintrittsalters waren ebenso absehbar wie die Pensionierungen. Die fehlenden Lehrpersonen aber sind eine Folge des Attraktivitätsverlustes des Berufes: Zu grosse Klassen, Integration ohne Unterstützung, vermehrte Administration, neuer Berufsauftrag, keine 100% Anstellungen mehr, fehlende Wertschätzung etc. Aktuelles Beispiel fehlender Wertschätzung: Man kann auch ohne Fähigkeitsausweis eine Klassenführung übernehmen.
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