Gewinneinbruch bei Axa Winterthur

Die Axa Winterthur muss im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinneinbruch von rund 30 Prozent hinnehmen. Der Reingewinn beträgt noch 371 Millionen Franken. Hauptgrund, sagt der Konzern, seien die Turbulenzen auf den Finanzmärkten, konkret die Wirren um den Brexit und die tiefen Zinsen.

Firmenschild der Axa Winterthur

Bildlegende: Die Axa Winterthur bekommt die unsichere Lage an den Finanzmärkten zu spüren. Keystone

Das Versicherungsgeschäft der Axa Winterthur lief im ersten Halbjahr 2016 an und für sich nicht schlecht. Der Reingewinn sei insbesondere deshalb eingebrochen, weil das Ergebnis unter starken Wertschwankungen von Derivaten sowie der Wandelanleihen gelitten habe, schreibt die Axa. «Die Zinsen sind tief, wir mussten Wertberichtigungen auf Aktien vornehmen», erläutert Sprecher Thomas Hügli. Dazu kamen die Turbulenzen im Nachgang der Brexit-Abstimmung.

Der operative Gewinn, der sich hauptsächlich aus dem versicherungstechnischen Ergebnis sowie den Erträgen aus Kapitalanlagen speist und etwa Wertberichtigungen weitestgehend ausklammert, ging lediglich um 1,5 Prozent auf 485 Millionen Franken zurück. Sprecher Thomas Hügli ist zuversichtlich, dass ein Teil der Verluste bis Ende Jahr wieder aufgefangen werden kann.

Personal ist nicht betroffen

Besser sieht es bei den Schaden- und Unfallversicherungen aus. Die Entwicklung sei erfreulich, sagt Hügli weiter. «Im letzten Jahr hatten wir einen Rückgang, nun haben wir den Umschwung erzielt.» Personell soll es wegen des Halbjahres-Ergebnisses keine Veränderungen geben.