Giusep Fry reisst illegale Bauten ab – so spät wie möglich

Uetliberg-Wirt Giusep Fry muss das illegal erstellte Restaurant auf der Terrasse abreissen. Fry will sich fügen – allerdings erst zum spätmöglichsten Zeitpunkt. Silvester 2014 will er noch in den Wintergärten feiern. Danach soll es eine Sonnenterrasse für 220 Personen geben.

Glasdach vor altem Haus

Bildlegende: Auch diese Verglasung muss weg. Giusep Fry will auf dem Uetliberg allerdings noch Silvester feiern. Keystone

Der definitive Abrissbefehl des Bundesgerichtes war für Giusep Fry ein «schwarzer Tag». Unterdessen sieht seine Welt allerdings wieder etwas rosiger aus. «Es ist auch eine Erlösung, dass der Entscheid jetzt gefallen ist. Vielleicht hört das ganze Theater jetzt auch endlich auf», sagt er im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Sofort alles abreissen will Fry allerdings nicht. Die sechsmonatige Frist, die ihm das Gericht einräumt, will er bis aufs Äusserte ausreizen, damit er die Silvester-Party 2014 noch in den Wintergärten feiern kann. Das offizielle Urteil des Bundesgerichtes habe er noch nicht bei der Post abgeholt.

Anfang 2014 will Giusep Fry die illegal erstellten Bauten abreissen. Auf dem Uetliberg soll dann eine Sonnenterrasse mit rund 220 Sitzplätzen entstehen, laut Fry die «schönste Sonnenterrasse der Schweiz». Ein Teil soll bedient sein, der andere als Selbstbedienungs-Restaurant funktionieren.

Giusep Frys schärfste Kritikerin Magrith Gysel, die Präsidentin des Vereins Pro Uetliberg, begrüsst das Selbstbedienungs-Restaurant: «Das wäre nichts Neues. Vor der eingehausten Bellezza-Terrasse war das bereits so, das käme den Besuchern entgegen.»

Neue Investitionen geplant

Giusep Fry rechnet damit, dass der Abriss der illegalen Anbauten rund 100'000 Franken kosten werde, die Umbauten weitere 400'000 Franken. Trotz Umsatzrückgang sollen alle 100 Arbeitsplätze erhalten bleiben.