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Zürich Schaffhausen Glarner bringen Zürchern das 1x1 der Gemeindefusionen bei

Im Zürcher Weinland gibt es Fusionspotential. Eine Delegation aus Glarus gab den Weinländern Tipps und Tricks, wie Gemeindefusionen am Besten anzupacken sind. Glarus selber kann sich darin wohl als Meister bezeichnen: von früher 25 Gemeinden gibt es heute noch drei.

Blick auf Trüllikon im Zürcher Weinland, eine Weinrebe liegt quer durch das Bild im Vordergrund.
Legende: Gemeinden im Weinland: Von den Glarnern lernen, wie Gemeinden fusionieren sollen. Keystone

Ein Drittel, das heisst zwanzig Gemeinden im Zürcher Weinland haben weniger als 2000 Einwohner. Dies bedeutet vor allem einen grossen administrativen Aufwand für die kleinen Ortschaften, aber auch Probleme mit dem Nachwuchs: Je kleiner die Gemeinde, desto schwieriger ist es, die politischen Ämter und Behördenstellen zu besetzen.

Fusionen von Gemeinden könnten dem Abhilfe schaffen. Um zu erfahren, wie man eine solche Gemeindefusion anpackt und was das für die Betroffenen bedeutet, lud der Bezirk Andelfingen Vertreter aus dem Glarnerland ein. Dort fand ein radikaler Zusammenschluss statt: von den ursprünglich 27 Gemeinden gibt es seit 2011 noch drei.

Bei Gemeinden unter 2000 Einwohnern wird es kritisch.
Autor: Martin GrafRegierungsrat Kanton Zürich

Ganz so radikal soll im Kanton Zürich jedoch nicht fusioniert werden. Dies wäre «undenkbar», sagt Regierungsrat Martin Graf gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Trotzdem sei es sinnvoll für kleinere Gemeinden unter 2000 Einwohnern, sich zusammenzuschliessen. Im Kanton Zürich gibt es sechzig Gemeinden, die in diese Kategorie fallen.

Bessere Verwaltung, mehr Nachwuchs

Zwar sei eine Fusion immer eine emotionale Angelegenheit, sagt Martin Graf, sie bringe aber auch Vorteile mit sich. Kleinere Gemeinden könnten ihre Verwaltung zusammenlegen, wobei die behördlichen Stellen professionalisiert würden. Statt Allrounder, die ganz verschiedene Aufgaben erledigen müssen, wären es dann spezialisierte Personen, die die Arbeit erledigen.

Laut Martin Graf kann eine Gemeindefusion auch das Nachwuchsproblem lösen. Mit grösseren Gemeinden fänden sich auch mehr Leute, die Stellen in der Politik und den Behörden besetzten.

siem

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Aebersold, Zürich
    Die vermehrte Fusionspropaganda gegen die „fusionsresistenten“ Zürcher Gemeinden, findet auf dem Hintergrund des neuen Gemeindegesetzes statt, das im Moment von der Kantonsratskommission beraten wird. Das Nachwuchsproblem kann nicht gelöst werden, weil sich die Einwohner mit den grösseren Gebilden meist nicht identifizieren können und weniger Mitsprache haben. Die „professionelle“ Verwaltung ist meist bürgerferner, teurer, nicht mehr miliztauglich und neigt zu mehr Bürokratie.
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