GLP verzichtet auf Kandidatur für den Zürcher Regierungsrat

Die Kräfte bündeln, lautet das Motto der Zürcher Grünliberalen (GLP) für die kommenden Wahlen im April 2015. Die Partei tritt deshalb nicht mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin für den Regierungsrat an. Dagegen möchte sie im Kantonsparlament Sitze dazugewinnen.

Eine Frau hängt ein Plakat der Grünliberalen nach einer Generalversammlung ab.

Bildlegende: Die Zürcher GLP will ihre Leute nicht in einem aussichtslosen Wahlkampf «verheizen». Keystone

Der Verzicht auf eine eigene Regierungskandidatur fällte der Vorstand der Grünliberalen des Kantons Zürich. Die Partei soll ihre Kräfte auf die Kantonsratswahlen konzentrieren, begründet Parteipräsident Thomas Maier den Vorentscheid. «Andererseits schätzen wir die Chancen auf einen Erfolg bei den Regierungsratswahlen als äusserst gering ein», fügt er an.

Eine junge Partei - die GLP feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen - könne es sich nicht erlauben, Leute zu «verheizen». Nur jemanden aufzustellen, quasi als Zugpferd für die Kantonsratswahlen, sei auch nicht glaubwürdig.

Die Grünliberalen legen ihren Fokus also auf die Wahlen für das Zürcher Kantonsparlament, die gleichzeitig stattfinden. Ziel sei, die Fraktion von 19 auf 20 Mitglieder zu vergrössern. Und hier zeigt sich Parteipräsident Thomas Maier «sehr, sehr, sehr positiv gestimmt», dass seine Partei an die Wahlerfolge der vergangenen Jahre anknüpfen kann.

Wohin gehen die Stimmen der GLP?

Noch offen ist, welche der anderen Regierungsratskandidaten die GLP nun im Wahlkampf unterstützt. Darüber entscheide der Parteivorstand zu einem späteren Zeitpunkt. Mit dem Rücktritt von Ursula Gut (FDP) und Regine Aeppli (SP) werden zwei von sieben Sitze frei. Ihre Parteien haben sich aber noch nicht auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin festgelegt.