Grossandrang am ersten ETH-Mädchentag

Erstmals hat die ETH Zürich Gymnasiastinnen zu einem Schnuppertag in Maschinenbau und Elektrotechnik eingeladen. Das Interesse übertraf die Erwartungen der Veranstalterin bei Weitem.

Zwei Frauen im Medizinaltechniklabor an der ETH Hönggerberg.

Bildlegende: Frauen arbeiten im Medizinaltechniklabor der ETH Hönggerberg - ein seltenes Bild (aufgenommen im Jahr 2004). Keystone

Bei den Studierenden an der ETH Zürich sind Frauen deutlich in der Minderzahl. Seit Jahren dümpelt ihr Anteil bei 30 Prozent, auch wenn sich die ETH schon lange um mehr Studentinnen bemüht. Der neuste Anlauf scheint nun von Erfolg gekrönt zu sein: Zum ersten Schnuppertag für 16-jährige Gymnasiastinnen hatten sich am Mittwoch 70 junge Frauen angemeldet.

Veranstalterin Lisa Poulikakos hatte mit 25 Anmeldungen gerechnet. «Dass es nun viel mehr sind, freut uns natürlich sehr», sagt Poulikakos im Interview mit dem «Regionaljournal ZH/SH».

Von Solarenergie bis Biomedizin

Mit dem Anlass habe man die Vielseitigkeit des Ingenieurstudiums aufzeigen wollen, so Poulikakos. Die Gymnasiastinnen kamen unter anderem in den Genuss von Laborführungen, sie erhielten einen Einblick in die Solartechnologie, die Biomedizin oder das Maschinenbaustudium.

Das Feedback seitens der jungen Frauen sei sehr positiv ausgefallen: «Ich hoffe, dass sich einige von ihnen zu einem ETH-Studium inspirieren liessen», sagt Poulikakos.