Grossdemonstration der Bauarbeiter in Zürich

Mehrere Tausend Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter haben am Samstagnachmittag in der Zürcher Innenstadt für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Es ist der Auftakt zu einem heissen Sommer. Denn Gewerkschaften und Baumeister können sich nicht einigen in Sachen Gesamtarbeitsvertrag.

Ein langer Demonstrationszug am Zürcher Limmatquai.

Bildlegende: Die Gewerkschaften sprechen von 15'000 Bauarbeitern, die an der Demonstration teilnahmen. SRF

Aus allen Landesteilen reisten die Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter nach Zürich – in Sonderzügen oder mit Bussen. Kurz nach Mittag zogen sie vom Central zum Helvetiaplatz. Die Gewerkschaften Unia und Syna haben zur Demonstration aufgerufen, um Druck zu machen auf die Baumeister.

Die Gewerkschaften werfen dem Baumeisterverband vor, sich zu verweigern bei den Verhandlungen zu einem neuen Landesmantelvertrag. Die Gewerkschaften fordern bessere Massnahmen gegen Lohndumping, mehr Sicherheit auf den Baustellen (zum Beispiel beim Arbeiten bei schlechtem Wetter) und die Garantie des Rentenalters 60.

Die Baumeister wehren sich und sprechen in ihrer Medienmitteilung von «heuchlerischen Unterstellungen». Es gebe bereits eine «unterschriftsreife Vereinbarung» mit «Top-Bedingungen» für die Bauarbeiter. Es seien die Gewerkschaften, die sich verweigerten.

Reibungsloser Ablauf

Wegen der Grossdemonstration war die Zürcher Innenstadt für Autos während zweier Stunden gesperrt. Auch die Trams mussten Umwege fahren. Dennoch zieht die Polizei eine positive Bilanz. Die Demonstration sei reibungslos und ohne Zwischenfälle verlaufen, sagt die Stadtpolizei auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen».