Grosse Solidarität mit dem Schaffhauser Tierschutz

Das Schaffhauser Tierheim ist nach dem Unwetter von letzter Woche verwüstet. Aus der ganzen Schweiz melden sich Menschen, die Hilfe anbieten und Geld spenden. Gegen 100‘000 Franken sind zusammengekommen. Es ist aber nicht klar, ob ein Wiederaufbau des Tierheims am gleichen Ort Sinn macht.

Spuren der Schlammlwaine, die sich über das Tierheim ergoss.

Bildlegende: Stummer Zeuge der Schlammlawine, die sich über das Tierheim ergoss. SRF

«Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir Flügel wachsen. Die Solidarität ist so gross», sagt Beatrice Theiler, die Kassiererin des Schaffhauser Tierschutzes. Gespendet werden grosse und kleine Beiträge. Es gibt auch Leute, die direkt beim verwüsteten Tierheim vorbeikommen und Geld vorbeibringen.

Auf der Internetplattform Facebook hat sich zudem seit dem Unwetter eine Gruppe von über 1700 Mitgliedern gebildet, die das Tierheim ideell und finanziell unterstützen wollen. 100‘000 Franken sind so bereits für den Wiederaufbau des Tierheims zusammengekommen oder versprochen

Schutzmassnahmen gefordert

Ob ein Wiederaufbau am heutigen Standort Sinn macht, ist allerdings noch offen. Die Zerstörung hat eindrücklich gezeigt, dass das Tierheim in einer Gefahrenzone liegt. Für Dolf Burki, den Präsidenten des Schaffhauser Tierschutzes ist deshalb klar: «Ein Wiederaufbau am gleichen Standort kommt nur in Frage, wenn Schutzmassnahmen ergriffen werden.» Ihm wäre es am liebsten, wenn man den heutigen Standort im Gewerbegebiet Schweizersbild behalten könnte. Ein Neuaufbau an einem komplett neuen Ort würde mehr Zeit und vor allem auch mehr Geld beanspruchen.