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Zürich Schaffhausen Grün und rostig: Der Hafenkran nimmt Gestalt an

Das umstrittenste Kunstprojekt der Stadt Zürich wird aufgebaut: Der Hafenkran, Teil der temporären Ausstellung «Zürich Transit Maritim». Die Bauarbeiten begannen in den frühen Morgenstunden.

Legende: Video «Hafenkran in Zürich angekommen» abspielen. Laufzeit 4:17 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.04.2014.

Das Projekt sorgt seit 2009 für rote Köpfe. Während es einige als Zeichen für die Weltoffenheit der Stadt ansehen, kritisieren es andere als unnötige Geldverschwendung. Allen voran die SVP, die es im Gemeinderat einst sogar als «Scheissding» bezeichnete.

Das «Scheissding» kommt nun aber definitiv ans Limmatquai. Der Kran aus dem Hafen von Rostock wurde Ende März geliefert. Seit Montagmorgen wird er in der Limmat aufgebaut. Prominenter Beobachter ist (Noch-)Stadtrat Martin Waser, der als früherer Tiefbauvorsteher das Projekt «Zürich Transit Maritim» aufgleiste: «Mich nimmt's wahnsinnig wunder, wie der Kran in natura aussieht!»

Hafenstimmung und spannende Diskussionen

Etwa zehn Arbeitstage werden die Baufachleute am Werk sein, bis der Kran sicher im Boden verankert ist. Am 4. bis 6. Juli steigt dann ein «Hafenfest».

Die Kunstaktion spielt mit der Fantasie, dass es in Zürich einst einen Hafen gab, der nun allmählich «ausgegraben» wird. Insgesamt kostet das Projekt, das neun Monate lang stehen bleiben wird, 600'000 Franken. Die Stadt erhofft sich davon spannende Diskussionen über Kunst im öffentlichen Raum.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Hansjörg Keller, Baden
    Genial
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  • Kommentar von Peter Bollschweiler, Castellon
    Um so einen alten verrostendenden Hafenkran anzuschauen,der 9 Monate das schöne Limmatquai verschandelt und noch als Kunst deklariet wird brauche ich nicht nach Zürich zu Kommen.Da sehe ich mir lieber diese Kräne bei uns im Hafen von Valencia an,wenn sie am arbeiten sind.Schade um das Geld.Als geborener Zürcher kommen einem die Tränen wegen diesem Blödsinn.
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  • Kommentar von Rolf Hefti, 8172 Niederglatt
    Da es sich um Kunst handelt, kann man damit sicher nicht arbeiten. Als Lift über Limmat wärs der Knüller geworden. Als Rostlaube hätte es doch preiswerteres gegeben. Vielleicht darf diese Kunstinstallation an Weihnachten mit alter Bahnhofstrassenbeleuchtung verziert werden und ein dichtes Fell mit goldigen Lametta wär schöööön!
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