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Drogenberatung Street Parade «Grundsätzlich machen wir gute Erfahrungen»

An der Street Parade testet die mobile Drogenberatung Pillen und Pulver, gratis und anonym. Das wird geschätzt.

Streetparade 2016
Legende: Raver feiern, manchmal bis der Arzt kommt. Die mobile Drogenberatung hilft, das Drogenrisiko zu minimieren. Keystone

Seit 16 Jahren sind die mobilen Drogentests an Partys fester Bestandteil der Stadtzürcher Jugendberatungsstelle Streetwork. Partybesucher können dort ihre Drogen testen lassen.

Auch an der Street Parade wird Streetwork mit zwei mobilen Labors vertreten sein. Bei ihnen komme jeder vorbei, sagt Mitarbeiter Matthias Humm. Von 18 bis 37, von der Bankerin bis zum Lehrling.

Alle lassen sie die mitgebrachten Drogen testen, meistens Substanzen wie Ecstasy, Kokain, Amphetamine oder auch LSD. Viele dieser Drogen seien mit Streckmitteln verunreinigt, zum Beispiel Wurmpulver. Oder sie seien viel stärker dosiert als gedacht. «Gerade bei Ecstasy beobachten wir seit etwa fünf Jahren immer stärkere Dosierungen.» Humm warnt vor fatalen Folgen wie Dehydration und Überhitzung, trotzdem sei es in der Schweiz nur vereinzelt zu Todesfällen gekommen. Seine Vermutung: Hierzulande ist der Drogenkonsument eher vorsichtig.

Vielleicht sind die Schweizer etwas vernünftiger beim Konsum
Autor: Matthias HummMitarbeiter Streetwork

Ihre Ratschläge würden denn auch geschätzt und gut angenommen, sagt Humm weiter. Wenn sie zum Beispiel raten, nur eine halbe Tablette zu konsumieren. Oder auf die Substanz zu verzichten, weil sie zu gefährlich ist. «Das erfahren wir tagtäglich. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber grundsätzlich machen wir gute Erfahrungen», so Humm.

Die Drogentests von Streetwork erfolgen anonym und kostenlos. Die Beratungsstelle setzt in jedem Fall auf Selbstverantwortung. Die Substanzen werden nicht konfisziert.

Drogen-Checks

Samstag
13:00-18:00 Uhr am Bürkliplatz
22:00-06:00 Rote Fabrik
Lageplan

2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Die Zürcher "Street Parade" ohne das ganze Drogen-Umfeld, wäre wie ein Ski-Abfahrtsrennen im Februar ohne Schnee! Warum muss eigentlich dieses "Verblödungs-Wochenende" unbedingt im globalen Drogensumpf und völligem Alkohol-Rausch stattfinden? Warum reichen ausgeflippte Bekleidungen (eher kleiderloses Auftreten!) und das unbeschwerte Tanzen zu den "Kesselschiede-Takte (Bumm-bumm- und nochmals nur bumm...!) nicht aus? Ich weis, als ein 77-jähriger Grufti hat man darüber "keine Ahnung"!
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  • Kommentar von Jens Mueller (Jens Mueller)
    Also in Zürich wird sogar noch der Drogenkonsum unterstützt wow. Glücklicherweise zahle ich keine Zürcher Steuern mehr.
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