Grundstück-Gewinnsteuer: Einsatz der Gemeinden hat sich gelohnt

Die Zürcher wollen keine tiefere Grundstückgewinnsteuer. Sie lehnen die entsprechende Vorlage mit 56 Prozent ab. Die Gemeinden hätten den Teufel an die Wand gemalt, sagen die Verlierer. Die Stimmbevölkerung habe gemerkt, dass sie für den Verlust in den Gemeindekassen bezahlen müsse, die Sieger.

Ein weisses Haus, davor eine Mauer und daran ein Schild "Zu verkaufen".

Bildlegende: Nicht weniger Steuern bezahlen beim Hausverkauf. Keystone

Abgestimmt wurde über den Gegenvorschlag zu einer Initiative des Hauseigentürmerverbandes. 56 Prozent der Stimmberechtigten des Kantons Zürich sagten Nein zu einer Senkung der Grundstückgewinnsteuer.

Hans Egloff, SVP-Nationalrat und Präsident des Hauseigentümer-Verbandes, gehört zu den Verlierern. Er sieht den Grund vor allem bei den Gemeinden: «Die Gemeinden haben sich stark eingemischt in den Abstimmungskampf und haben den Teufel an die Wand gemalt.»

So warnten die Gemeinden davor, dass ihnen 75 Millionen Franken an Steuereinnahmen pro Jahr fehlen würden.

«Es war wichtig, dass die Gemeinden gut informiert haben», meint dagegen Thomas Hardegger, SP-Gemeindepräsident von Rümlang und Vertreter der Gemeinden. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hätten gemerkt, dass sie den Verlust der Gemeinden tragen müssten.