«Guete Bonjour!»: Als die Franzosen Winterthur einnahmen

Im Mai 1798 marschierten französische Truppen in die Eulachstadt und sorgten für das Ende der zürcherischen Herrschaft. Aus diesem Stück Geschichte entstand das Freilichttheater «Guete Bonjour!». Vor und hinter den Kulissen fiebern die rund 300 Beteiligten der Uraufführung entgegen.

«Guete Bonjour!»: Das Freilichttheater ist einer der Höhepunkte der 750-Jahr-Feierlichkeiten in Winterthur. Während über einem Jahr haben sich die 300 Laiendarsteller vorbereitet und können es nun kaum erwarten, dass es auf der Lindwiese hinter dem Stadthaus losgeht.

16'000 Paar Schuhe

«Guete Bonjour!» erzählt eine Geschichte aus der Zeit zwischen 1798 und 1803, als Tausende von Soldaten und Offizieren der Französischen Armee in und um Winterthur stationiert waren. Zwei Welten prallen im Freilichttheater aufeinander - und Schuhe spielen dabei eine wichtige Rolle. Für die Uraufführung haben die Verantwortlichen 16'000 Paar gesammelt. In Anlehnung an eine wahre Begebenheit. Verlangten die Franzosen doch damals von den Winterthurern 12'000 Paar Stiefel. Was mit den vielen Schuhen im Stück passiert - dieses Geheimnis soll jedoch erst an der Premiere gelüftet werden.

Insgesamt 18 Vorstellungen von «Guete Bonjour!» werden in Winterthur gezeigt. Premiere ist am Freitagabend. Und Regisseur Stefan Camenzind ist überzeugt: Das Stück hat alles, um ein Erfolg zu werden.