«Hans» im Unglück: Windrad bleibt länger ausser Betrieb

Die High-Tech-Windanlage in Beringen mit dem Übernamen «Hans» ist seit einem Sturm letzten Dezember beschädigt. Ursprünglich sollte sie rasch repariert werden. Bis zur Wiederinbetriebnahme dauert es nun aber mehrere Monate.

Das dreigliedrige Windrad von Beringen, mit 18 Rotoren.

Bildlegende: Ein Bild aus besseren Zeiten: Derzeit sind die 18 Rotorblätter des Windrads von Beringen abmontiert. ZVG

Die Zeitungen sprachen von einer «Weltneuheit» und einer «Sensation», als das Windrad «Hans» im Dezember 2014 in Betrieb gesetzt wurde. Das Windrad produziert schon mit sehr wenig Wind viel Energie.

Doch nur wenige Wochen nach der Einweihung beschädigte ein Sturm die Pionier-Anlage. Seither steht das Windrad still. Das wird sich auch in den nächsten Wochen nicht ändern, wie Juliane Huber, Sprecherin des Elektrizitätswerk des Kantons Schaffhausen, auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» sagt: «Aus Sicherheitsüberlegungen haben wir alle Rotorblätter abmontiert, um der Ursache des Schadens auf den Grund zu gehen.»

Externes Institut prüft nach

Das Windrad muss nun optimiert werden. Der Entwickler der Anlage, Hans Wepfer, hat deshalb bereits einige Modifikationen vorgeschlagen. Diese werden derzeit von einem externen Institut geprüft. Bis «Hans» wieder Strom produziert, wird es vermutlich noch mehrere Monate dauern.

Die Hoffnungen, die auf «Hans» ruhen, sind gross. Bei guten Windverhältnissen rechnet das EKS mit durchschnittlich 400'000 kWh pro Jahr. Das wäre genug Strom für die Versorgung von 100 Haushalten. Das EKS hat rund eine Million Franken in die Anlage investiert.

(frid, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 6.30 Uhr)