Happy End um «Casa von Muralt» doch noch möglich

Der Streit um die Schenkung der stattlichen Villa in Zürich-Höngg dauert bereits seit sechs Jahren. Das Zürcher Stadtparlament ermöglicht nun eine Wende. Die Stadt soll die Schenkung rückgängig machen und damit dem Wunsch der betagten Hausbesitzerin entsprechen. Aber ganz so einfach wird das nicht.

Ansicht der Villa von Muralt, um die gestritten wird.

Bildlegende: Gibt durchaus etwas her, die «Casa von Muralt» in Zürich. Google Maps

Seit 2004 kämpft Adelheid von Muralt, die Besitzerin der gleichnamigen Villa in Höngg, darum, ihre Schenkung an die Stadt Zürich rückgängig zu machen. Sie hatte ihr Haus 1997 für die Zeit nach ihrem Ableben der Stadt versprochen. Wegen eines Parkplatzstreits sieben Jahre später änderte sie aber ihre Meinung wieder. Bloss stellte sich der Stadtrat quer und sprach davon, dass er den Schenkungsvertrag nicht eigenhändig auflösen könne.

Als der Streit im vergangenen Jahr zu eskalieren drohte, schritt SVP-Gemeinderat Mauro Tuena ein und verlangte vom Stadtrat in einem Vorstoss, er möge den Schenkungsvertrag im Sinne der Villenbesitzerin auflösen. Als Höngger habe er dem Trauerspiel nicht mehr länger zusehen wollen, begründete er auf Anfrage seine Initiative. Am Mittwochabend folgte nun eine komfortable Mehrheit des Stadtparlaments seinem Vorstoss und stimmte mit 73 zu 44 Stimmen zu. Dagegen waren SP und AL.

Stadt sieht noch einige Hürden

Der zuständige Finanzvorsteher Martin Vollenwyder (FDP) warnte davor zu glauben, dass nun alles in Butter sei. Denn um die Schenkung rückgängig zu machen, müsse der Stadtrat etwa einen Wert für die Villa festlegen - und ob es wegen dieses Preisschilds nicht doch wieder zu «Irritationen» mit der Hausbesitzerin komme, wage er nicht vorauszusagen.