Heikle VBZ-Werbung mit Ueli Maurer

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich leisten sich heute in der Zeitung «20 Minuten» ein ganzseitiges Inserat mit dem Bundespräsidenten Ueli Maurer. Um Erlaubis haben sie weder das VBS noch Ueli Maurer gefragt. Der Betroffene nimmts gelassen.

Zu dieser Werbung gab Ueli Maurer kein Einverständnis.

Bildlegende: Zu dieser Werbung gab Ueli Maurer kein Einverständnis. VBZ

Die Werbung ist auf der Seite 22 platziert: Ueli Maurer an der Ski-WM in Schladming. Auf dem Kopf trägt er eine Skimütze mit dem Logo einer Schweizer Bank, die Winterjacke ist mit weiteren Firmenlogos gespickt. Dazu der Spruch: «Der Bundespräsident hat keinen Platz mehr für Werbung. Wir schon.»

Ein Bundesrat als Werbegag? Das sei eine heikle Sache, erkärt Marc Schweninger, Spezialist im Bereich Werberecht: «Es braucht die Zustimmung des Betroffenen. Ansonsten ist die Benutzung eines Bildes einer Person nicht zulässig.» Diese Zustimmung haben weder Ueli Maurer noch das VBS gegeben. Für Andreas Uhl, Sprecher der VBZ ist dies aber kein Problem: «Personen dieses Formates werden immer wieder so verwendet.»

Uhl verweist auf Angela Merkel oder Prinz Charles. Zudem ist man bei den VBZ überzeugt, dass Ueli Maurer Sinn für Humor hat.

Kein Problem für Ueli Maurer

In der Tat: der Bundespräsident nimmt es mit Humor. Sonja Margelist, Mediensprecherin im Generalsekretariat des VBS: «Ueli Maurer hat gelacht. Er sieht in der Werbung keine Verletzung seiner Rechte.»