«Herzsprung» hilft

Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen ist eine Realität: Ein Viertel aller Befragten gibt an, von ihrem Partner physische oder sexuelle Gewalt erlitten zu haben. Mit dem Programm «Herzsprung» versucht eine Zürcher Fachstelle, auf diesen Missstand aufmerksam zu machen – mit Erfolg.

Junges Paar vor dem Rheinfall

Bildlegende: Gegenseitiger Respekt: Für die Zürcher Fachstelle für Gleichstellung das A und O einer Paarbeziehung. Keystone

Jeder vierte Jugendliche war in seiner aktuellen Paarbeziehung schon einmal Gewalt ausgesetzt. Bei den Mädchen haben fast 20 Prozent in den letzten zwölf Monaten sexuelle Gewalt erlebt. Dies zeigt eine aktuelle Studie aus dem Kanton Zürich.

Das Präventionsprogramm «Herzsprung – Freundschaft, Liebe, Sexualität ohne Gewalt» hat zum Ziel, Respekt in Paarbeziehungen von Jugendlichen zu fördern und Gewalt zu reduzieren, wie es am Donnerstag vor den Medien hiess. Lanciert wurde es von der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich.

Gewalt darf keine Lösung sein

In 18 Unterrichtslektionen setzten sich Jugendliche mit Themen wie Beziehungswünsche, Erwartungen an Partnerinnen und Partner, Eifersucht, Grenzverletzungen und sexuelle Gewalt auseinander. Die Berner Fachhochschule (BFH) wertete die Ergebnisse des Projekts aus.

Das Programm erhielt gute Noten. So hätten Jugendliche nach eigenen Aussagen etwa erkannt, «wie man eine gute Beziehung führt» oder «dass Gewalt keine Lösung ist», wie es in einer Mitteilung heisst. Bei den methodisch-didaktischen Aspekten ortete die externe Evaluation noch Verbesserungspotenzial.