Hobbypiloten gefährden Sicherheit am Flughafen Zürich

Immer häufiger dringen Kleinflugzeuge, Heissluftballone oder Segelflieger unerlaubt in den Luftraum des Flughafens Zürich ein. Die Gewerkschaft der Lotsen warnt vor möglichen Kollisionen mit Passagierflugzeugen und fordert das Bazl zum Handeln auf.

Heissluftballone unterwegs

Bildlegende: Hobbypiloten bringen rund um den Flughafen Zürich offenbar immer wieder Passagierflugzeuge in Gefahr. Keystone

In den vergangenen Wochen verzeichnete die Skyguide gleich ein Dutzend illegaler Eindringlinge: Hobbypiloten von Kleinflugzeugen, Heissluftballonen oder Segelfliegern, die unerlaubt und auf dem Radar nicht erkennbar in den kritischen Bereich des Luftraums rund um den Flughafen Zürich eingedrungen sind.

Im heutigen Umfeld sei es eine Frage der Zeit, bis es zu einer Kollision komme, warnt der Präsident der Lotsengewerkschaft Aerocontrol, Mario Winiger, im «Tages-Anzeiger».

Die Lotsen fordern das Bundesamt für Zivilluftfahrt auf, mehr zu unternehmen. Aufrufe auf Facebook, welche die Hobbypiloten um die Einhaltung der Regeln bitten, fruchten offenbar zu wenig. Das Bazl soll stattdessen die Strukturen des Luftraums vereinfachen, so dass auch Hobbyflieger sie verstehen würden. Ausserdem sollen Vorfälle konsequenter der Luftwaffe gemeldet werden, so dass diese im Notfall mit Kampfjets eingreifen kann.