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Zürich Schaffhausen Hochradioaktiver Atommüll im Zürcher Weinland?

Nachdem verschiedene andere Standorte für ein Atommüll-Endlager offenbar aus dem Rennen sind, wird ein Standort in Benken im Zürcher Weinland wahrscheinlicher. Im betroffenen Gebiet bewahrt man Ruhe.

zwei gelbe Fässer mit einem Fragezeichen und dem Zeichen für Radioaktivität
Legende: Bis 2060 soll ein Lager für hochaktive Abfälle in Betrieb sein. Keystone

Der Standort Nördlich Lägern ist für ein Atommüll-Endlager offenbar ausgeschieden, auch der Standort Wellenberg soll nicht mehr in Betracht kommen. Dies vermelden verschiedene Tageszeitungen - noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Nagra am Freitag, welche Standorte nun tatsächlich in Frage kommen.

Kein Champagner im Norden

Weil die Nagra erst am Freitag offiziell informiert, nehmen die Betroffenen die Nachricht über das angebliche Ausscheiden anderer Standorte gelassen. Hanspeter Lienhard, Präsident der Regionalkonferenz Nördlich Lägern will den Champagner auf jeden Fall noch nicht entkorken.

Die «Chance», dass mit Benken eine Region im Zürcher Weinland als Endlager für hochaktive Abfälle zum Zug kommt, würde durch den Wegfall anderer Regionen aber steigen. Denn sonst kommt dafür nur noch der Aargauer Standort Jura Ost (Bözberg) in Frage. Für schwach- und mittelaktive Abfälle verbleiben weiterhin auch die Standorte Jura Süd und Schaffhausen Südranden auf der Liste.

Jürg Grau, Präsident der Regionalkonferenz Nordost, lässt sich durch die neusten Gerüchte nicht aus der Ruhe bringen: «Wir warten ab, was der Vorschlag am Freitag beinhaltet.» Danach erst könne man die Lage beurteilen. Und auch wenn Benken verschärft in den Fokus gerate: Entschieden sei noch nichts.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont, Küsnacht
    Egal ob man für oder gegen die CO2 arme Stromproduktion war oder ist, ich denke die ideologischen Grabenkämpfe und die gut eidgenössische St. Florianspolitik sollten jetzt aufgegeben werden. Wir haben nun mal diese Abfälle und es gibt sie auch weiterhin selbst ohne AKWs und deshalb gilt es, die sachlich beste Lösung zu wählen. Das Thema politisch zu instrumentalisieren ist nicht mehr gefragt.
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  • Kommentar von Fredi Moser, Zürich
    Erstens: Der Atommüll muss am denkbar sichersten Ort gelagert werden. Zweitens: Der Atommüll muss rückholbar gelagert werden, falls noch sicherere Lagermöglichkeiten entwickelt werden. Drittens: Wir endlagern in der Schweiz. . Ich befürchte aber, dass der Atommüll dort gelagert wird, wo es politisch möglich ist und nicht dort, wo geologisch am sinnvollsten (und wenns bei mir im Garten wäre). Wir haben nun mal den Müll produziert. Das sage ich als entschiedener Atomkraftgegner.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Ein Atomendlager im Zürcher WEINland? Geht's noch? Also muss auch auch dieser Standort gestrichen werden.
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    1. Antwort von Samuel Röthlisberger, Aargau
      Frau Zelger, der Atommüll muss nun einfach irgendwo hin. Wir haben indirekt diesen Müll produziert und wir müssen ihn jetzt auch lagern - am bestmöglichen Standort. Wer ja zu Atomstrom sagt, muss akzeptieren dass der Müll auch in seiner nähe gelagert werden könnte.
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