Hochwasser: Kanton Zürich ergreift Massnahmen

Weil am Montag erneut heftige Regenfälle erwartet werden, hat der Kanton Zürich am Wochenende die Schleusen geöffnet, damit Wasser aus dem Zürichsee und der Sihl abfliessen kann. Das Resultat: Limmat und Sihl führen mehr Wasser. Eine Gefahr für die Bevölkerung sei dies nicht, betont die Polizei.

Die Sihl, reissend, mit viel Wasser.

Bildlegende: Die Sihl hat sich wegen der Massnahmen des Kantons in einen reissenden Fluss verwandelt. SRF

Die heftigen Regenfälle der letzten Wochen haben dazu geführt, dass der Boden bereits mit Wasser gesättigt ist und deshalb kein weiteres Wasser mehr aufnehmen kann.

Weil für den Montagabend aber erneut Regen angesagt ist, hat der Hochwasserstab der kantonalen Führungsorganisation (KFO) am Samstag entschieden, vorsorglich die Pegelstände des Sihl- und des Zürichsees abzusenken. Damit soll Platz geschaffen werden für die kommenden Regenfälle.

Polizei rät: Nicht zu nah an die Flüsse

Die Folge: Limmat und Sihl führen mehr Wasser, obwohl der Regen am Sonntag nachliess. Trotzdem habe man keine Meldungen zu Überschwemmungen erhalten, sagt Stefan Oberlin, Sprecher der Zürcher Kantonspolizei, auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und er betont: «Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr.» Die Kantonspolizei rät, sich nicht in der Nähe der Flüsse aufzuhalten, und warnt ausdrücklich davor, sich auf oder in Fliessgewässer zu begeben.