«Hoffentlich nicht allzu ruhig, aber sicher friedlich»

Der 1. Mai 2013 in Zürich hat gleich zwei Mottos: «Faire Löhne - bessere Renten» und «Todo para Todos». Ein griechischer Gewerkschafter spricht über seinen Kampf, eine Schaffhauser Slam Poetin dichtet und auf dem Kaserneareal wird gefestet. Null Toleranz gibts dabei nur von der Polizei.

Junge Menschen sitzen auf einer grünen Wiese, dazwischen ein roter Luftballon.

Bildlegende: Wird der 1. Mai 2013 so friedlich wie jener vor einem Jahr? Keystone

Seit 123 Jahren feierte die Stadt Zürich den 1. Mai. Dieses Jahr ruft der Zürcher Gewerkschaftsbund (GBKZ) zum Umzug unter dem Motto «Faire Löhne - bessere Renten». Roland Brunner vom GBKZ hofft, «dass die Leute richtig Stimmung machen.» Der 1. Mai 2013 soll «lautstark, farbenfroh, kräftig und vor allem friedlich» werden.

Leistung, die sich klont

Der Umzug von über 60 Organisatoren startet um 10 Uhr und endet um 12 Uhr mit der Kundgebung auf dem Bürkliplatz. Der griechische Gewerkschafter Katsaros Panagiotis spricht über den Kampf für bessere Löhne in seinem Heimatland, die Schaffhauser Slam Poetin dichtet unter dem Titel «Leistung muss sich wieder klonen».

Danach gibt's Essen aus aller Welt, Politdiskussionen und Musik mit der deutschen Punkband Turbostaat und dem Schweizer Rapper Greis - organisiert vom 1. Mai-Komitee unter dem Motto «Todo para Todos».

Erneut zum Erfolg mit Null-Toleranz?

Weil zum 1. Mai neben Demo und Fest auch Krawalle und Chaoten gehören, sind Stadtpolizei und Kantonspolizei im Grosseinsatz. Null Toleranz heisst die Strategie der Stadt in Sachen Ausschreitungen.

«Falls es Nachdemos gibt, hat die Polizei den Auftrag, diese so schnell wie möglich zu ersticken», sagt Reto Casanova vom Zürcher Polizeidepartement. Dass die Stimmung nach den Krawallen rund um die Binz-Besetzung aufgeheizt ist, glaubt Casanova nicht.

Nach dem 1. Mai 2012 - dem friedlichsten seit Jahren - hoffen die Organisatoren und die Polizei auf möglichst viel Fest mit möglichst wenig Gewalt.