Hooligan-Konkordat: Die schärferen Massnahmen gelten ab 1. August

Mit überwältigender Mehrheit sagten die Zürcherinnen und Zürcher Ja zu den Verschärfungen im Hooligan-Konkordat. Nun ist klar: Der Regierungsrat setzt die neuen Regeln unmittelbar nach dem Start der Fussball-Saison im August in Kraft.

Fans im Stadion mit brennenden Fackeln.

Bildlegende: Szenen wie diese können bereits ab 1. August zu einem schweizweiten Rayon-Verbot führen. Keystone

Der erste August ist der frühst mögliche Termin, um die neuen Massnahmen des Hooligan-Konkordats umzusetzen. Damit entspreche der Kanton dem klaren Auftrag der Zürcher Stimmbevölkerung, sagt der zuständige Regierungsrat Mario Fehr gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Und nicht nur von den schärferen Regeln - wie einem schweizweiten Rayon-Verbot - verspricht sich Mario Fehr viel. Sondern auch von der engeren Zusammenarbeit mit den Clubs, der Stadt Zürich und der Stadt Kloten. «Zusammen können wir noch besser gegen Gewalt einstehen», ist er überzeugt. Er habe seit der Abstimmung vom Sonntag mit den Clubs gesprochen. «Die Bereitschaft der Clubs, sich voll und ganz hinter dieses Konkordat zu stellen, ist gewachsen.»

So weit würde GC-Präsident André Dosé nicht gehen. «Unsere Haltung ist immer noch dieselbe: Wir verurteilen Gewalt und unterstützen selbstverständlich, dass Einzeltäter hart angefasst werden.» Dosé begrüsst aber vor allem, dass die Massnahmen «mit viel Augenmass umgesetzt werden».

«Spannende Kontakte mit den Baslern»

Von Harmonie spricht Mario Fehr auch im Zusammenhang mit dem Knatsch mit der Basler Regierung. Mario Fehr hatte die Basler am Sonntag aufgefordert, das Hooligan-Konkordat ebenfalls dem Volk vorzulegen. In Basel war man über diese Einmischung nicht erfreut. Nun sagt Mario Fehr: «Meine Kontakte zur Basler Regierung sind immer sehr freundlich und spannend. Und seit dem letzten Wochenende sind sie noch spannender geworden.»

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