Hubert Looser: «Ich finde, ich muss etwas zurückgeben»

Der Zürcher Kunstmäzen Hubert Looser überlässt dem Zürcher Kunsthaus seine besten Stücke. Ab 2017 sollen diese Werke in den Erweiterungsbau ziehen. Bevor dies soweit ist, zeigt das Kunsthaus jetzt nahezu die komplette Sammlung zum ersten Mal in der Schweiz.

Hubert Looser vor dem Werk «Triptych» von Willem de Kooning.

Bildlegende: Hubert Looser vor dem Werk «Triptych» von Willem de Kooning. Keystone

Rund 70 Gemälde, Skulpturen, Installationen und Arbeiten auf Papier hat der Sammlungskonservator für die aktuelle Ausstellung «Die Sammlung Hubert Looser» ausgewählt. Darunter auch Werke, die in der Kunsthauserweiterung nicht mehr zu sehen sein werden. Wie beispielsweise die aus ausgeschnittenem Metallblech geformte und beidseitig mit Öl bemalte Plastik «Sylvette» von Pablo Picasso. Es ist die erste Ausstellung der Sammlung Hubert Looser in der Schweiz.

Von Jean Tinguely bis in die Privaträume des Mäzen

Die Ausstellung ist breit gefasst und zeigt, wie die Sammlung von Hubert Looser in den letzten 40 Jahren Stück für Stück gewachsen ist. Werke von Jean Tinguely gehören ebenso dazu wie asiatische Skulpturen. Der Besucher und die Besucherin erhalten aber auch einen Blick in die privaten Räume des Zürcher Kunstmäzens. Ein Video, welches 2012 gedreht wurde, führt durch die private Sammlung.

«Ein phänomenales neues Zuhause für meine Werke»

Ab 2017 überlässt Hubert Looser einen Grossteil seiner Sammlung dem Kunsthaus als Dauerleihgabe. Er freue sich, es sei ein «phänomenaler» Ort für seine Werke. Und auf die Frage vom «Regionaljournal Zürich Schaffhausen», warum er diese Werke dem Kunsthaus übergebe, meint Looser: «Ich bin verbunden mit Zürich, ich muss etwas zurückgeben. Ich bin da in der Verantwortung.» Und es sei auch nicht einfach ein Geschenk, sondern «eine Zusammenarbeit mit dem Zürcher Kunsthaus.»

meys