«Ich brauche höchste Konzentration»

Fatima Dunn ist ein musikalisches Multitalent: Sie spielt Cello, singt dazu, tritt im Theater auf und komponiert Musik für Filme. Morgen erhält die 31-jährige Zürcherin für ihre Videoinstallation und Performance «Landfall» den Nico-Kaufmann-Preis.

Fatima Dunn spielt mit konzentriertem Blick Cello und wird dabei von Lichtfeldern überlagert.

Bildlegende: Fatima Dunn in der Performence «Landfall», für die sie von der Stadt Zürich ausgezeichnet wird. zvg

Fatima Dunn lernte als Kind Cello spielen, als Jugendliche begann sie zu singen. In Winterthur liess sie sich zur Jazz- und Pop-Sängerin und zur Musiklehrerin ausbilden. Dann machte sie an der Zürcher Hochschule für Künste als erste Frau überhaupt den Master in Theater- und Filmmusikkomposition.

Tanz auf vielen Bühnen

Mittlerweile hat Fatima Dunn bereits mehrere Dokumentarfilme vertont, als letzten «Danioth der Teufelsmaler» über den Schöpfer des roten Teufelchens in der Schöllen-Schlucht. Daneben performt sie auch als Ein-Frau-Orchester mit Cello, Gesang und Loop-Station oder tritt als Komponistin und Musikerin im Theater für den Kanton Zürich auf.

Grosse Freude über den Preis

Für ihre Master-Arbeit, die Video-Installation und Performance «Landfall», erhält Fatima Dunn nun den mit 15'000 Franken dotierten Nico-Kaufmann-Preis. Er wird ihr am Donnerstag anlässlich einer Aufführung von «Landfall» im Zürcher Theater Rigiblick verliehen. Fatima Dunn will den Betrag dafür verwenden, «Landfall» in Kleintheatern der ganzen Schweiz zu zeigen.

Freischaffende Künstler bräuchten solche Budgets, um sich überhaupt eine Gage auszahlen zu können, erklärt Fatima Dunn. In Zukunft will sie vor allem Film- und Theatermusik komponieren, aber auch als Allein-Musikerin auftreten und mit dem Medium Video experimentieren. «Mein Weg geht weiter mit vielen Standbeinen», sagt Fatima Dunn.