«Ich finde es toll, dass die Flüchtlinge ins Quartier kommen»

Tag der offenen Tür in der jüngsten Asylunterkunft von Winterthur, in der Kirche Rosenberg. Viele Leute aus dem Quartier schauten vorbei und freuten sich auf die Gäste in ihrer Kirche.

Im Herbst hat die Winterthurer Stimmbevölkerung die Umwandlung der Kirche Rosenberg in eine Kultur-Kirche abgelehnt. Darauf hat sich die zuständige Kirchenpflege kurzerhand entschieden, die Kirche als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Kirchenbänke wurden entfernt, der Boden abgedeckt und 14 kleine Holzhütten aufgestellt.

Eine solche Hütte teilen sich vier bis fünf Flüchtlinge. Noch diesen Monat sollen die ersten einziehen.

«Schöne Bettdecken»

Ehe die ersten Flüchtlinge die neue Unterkunft in Beschlag nehmen, wurde sie der Bevölkerung vorgestellt. Viele aus dem Quartier haben diese Möglichkeit genutzt und zeigten sich begeistert. «Ich finde es gut eingerichtet und finde es ein schönes Beispiel», meinte ein junger Mann. «Ich freue mich auf die Flüchtlinge die ins Quartier kommen», versichert ein Mann, der sich gerne auch in der Begleitgruppe engagieren möchte. Und eine Frau ergänzt: «Das positive ist, das die Kirchenglocken nun abgestellt sind».

Während die Flüchtlinge in der Kirche wohnen, hat sich die Kirchenpflege nämlich dafür entschieden, auf das Glockengeläut zu verzichten. «Es ist nun eine Herberge für Flüchtlinge und kein Ort mehr, wo man sich zum Gebet trifft», erklärt Pfarrer Arnold Steiner.