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Zürich Schaffhausen «Ich finde es toll, dass die Flüchtlinge ins Quartier kommen»

Tag der offenen Tür in der jüngsten Asylunterkunft von Winterthur, in der Kirche Rosenberg. Viele Leute aus dem Quartier schauten vorbei und freuten sich auf die Gäste in ihrer Kirche.

Im Herbst hat die Winterthurer Stimmbevölkerung die Umwandlung der Kirche Rosenberg in eine Kultur-Kirche abgelehnt. Darauf hat sich die zuständige Kirchenpflege kurzerhand entschieden, die Kirche als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Kirchenbänke wurden entfernt, der Boden abgedeckt und 14 kleine Holzhütten aufgestellt.

Eine solche Hütte teilen sich vier bis fünf Flüchtlinge. Noch diesen Monat sollen die ersten einziehen.

«Schöne Bettdecken»

Ehe die ersten Flüchtlinge die neue Unterkunft in Beschlag nehmen, wurde sie der Bevölkerung vorgestellt. Viele aus dem Quartier haben diese Möglichkeit genutzt und zeigten sich begeistert. «Ich finde es gut eingerichtet und finde es ein schönes Beispiel», meinte ein junger Mann. «Ich freue mich auf die Flüchtlinge die ins Quartier kommen», versichert ein Mann, der sich gerne auch in der Begleitgruppe engagieren möchte. Und eine Frau ergänzt: «Das positive ist, das die Kirchenglocken nun abgestellt sind».

Während die Flüchtlinge in der Kirche wohnen, hat sich die Kirchenpflege nämlich dafür entschieden, auf das Glockengeläut zu verzichten. «Es ist nun eine Herberge für Flüchtlinge und kein Ort mehr, wo man sich zum Gebet trifft», erklärt Pfarrer Arnold Steiner.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Genau, nun wo die sogenannten Flüchtlinge in der Kirche wohnen, stellt man das Glockengeläute ab, vorher hat man diesen Lärm mit aller Macht verteidigt.
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los. (Goethe)
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
    Also gibt es Leute im Quartier von Winti die das toll finden, wie weit das ausgedacht ist sei hier in frage gestellt. Dazu ist folgendes zu sagen: Nach dem die Flüchtlinge hier sind spricht keiner der Gutmenschen wie die Folgekosten die nicht vom Staat oder Kanton bezahlt werden, ach ich muss mich korrigieren das zahlt natürlich die Steuerzahler dieser Stadt. Es ist auch zu empfehlen sich einmal die Abschlüsse in dieser Stadt zu Gemüte zuführen. Oh mein Schreck wird es da heissen.
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    1. Antwort von Jürg Sand (Jürg Sand)
      Es gibt bestimmt auch solche im Quartier, die das gar nicht toll finden, die lässt man aber wie üblich nicht zu Wort. Auch da wieder: "Oft vereint sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte." W.Busch.
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    2. Antwort von Mike Steiner (M. Steiner)
      Mich wundert etwas ganz anderes: Bauvorhaben, welche irgendwie das Ortsbild stören, werden immer vehement bekämpft. Von Behörden oder Anwohnern. Die hässlichen Containerprovidurien an dort gut einsehbarer prominenter Lage werden anstandslos toleriert. Winterthur ist eben immer wieder das wahre Seldwyla.
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