Im Kanton Zürich sollen die Grundbuchgebühren weiter sinken

Der Zürcher Kantonsrat will den Grundstück- und Liegenschaftenhandel entlasten. Die Gebühr für den Eintrag im Grundbuch soll von 1,5 auf 1 Promille des Verkehrswertes gesenkt werden. Das könnte den Kanton Zürich bis zu 15 Millionen Franken jährlich kosten.

Das Verkaufsschild für Eigentumswohnungen, im Hintergrund das Gebäude im Rohbau

Bildlegende: Auch der Kauf einer Eigentumswohnung soll mit weniger Grundbuchgebühren belastet werden. SRF

Noch ist die Senkung der Grundbuchgebühren nicht definitiv. Der Kantonsrat muss den Entscheid in vier Wochen noch einmal bestätigen. Macht er das, sinken die Gebühren von heute 1,5 Promille auf 1 Promille des Verkehrswertes des Objektes. Es wäre die zweite Senkung innert sechs Jahren. 2009 wurden Handänderungen noch mit einer Grundbuchgebühr von 2,5 Promille belastet.

Mehr als kostendeckend

Verlangt wurde die Gebührensenkung von SVP, CVP und FDP. Sie argumentieren, eine Gebühr solle nur die Kosten decken. Die Grundbuchgebühren seien deshalb viel zu hoch. Die GLP schloss sich ihnen an.

Die linke Ratsseite wollte auf diese Einnahmen nicht verzichten. Es seien vor allem die grossen Unternehmen, die davon profitieren würden, argumentierten sie. Je nach Berechnung dürfte der Kanton Zürich durch die Gebührensenkung bis zu 15 Millionen Franken weniger einnehmen.