Im Zürcher Hochschulgebiet hat es noch Platz

Mehr Studenten, mehr Dozentinnen, mehr Patienten. An der Universität, der ETH und am Universitätsspital wirds immer enger. Die drei Institutionen wollen sich deshalb im Hochschulgebiet weiter ausbreiten. Und das können sie - um bis zu 40 Prozent, zeigt die Planung von Stadt und Kanton.

Luftaufnahme des Zürcher Hochschulgebiets mit ETH, Uni und Unispital.

Bildlegende: Das Zürcher Hochschulgebiet - ein stadtverträgliches Wachstum ist möglich, sagt ein Masterplan. Keystone

Das Universitätsspital, die Universität und die ETH wachsen kontinuierlich. Und dieses Wachstum bringe die bestehende Infrastruktur im Zürcher Hochschulgebiet an ihre Kapazitätsgrenzen. Auch erfüllten zahlreiche ältere Gebäude die Ansprüche an eine moderne Infrastruktur nicht mehr, teilen die drei Institutionen sowie Stadt und Kanton Zürich gemeinsam mit.

Eine städtebaulich verträgliche Erweiterung

Für die Erweiterungen und Erneuerung sei aber eine sorgfältige Gebietsplanung nötig. Darum habe man einen Masterplan und zwei Vertiefungsstudien entwickelt und genehmigt, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese Studien zeigten, dass sich Unispital, Universität und ETH im Zentrum weiterentwickeln können - eine Erweiterung um rund 40 Prozent sei möglich. Der Masterplan lasse sich städtebaulich verträglich umsetzen.

Als nächster Schritt beginnt am Freitag die zweimonatige öffentliche Auflage und Anhörung für die Teilrevision des Kantonalen Richtplans «Gebietsplanung Hochschulgebiet Zürich Zentrum». Parallel dazu startet die Ausarbeitung eines Umweltverträglichkeitsberichts und von inhaltlich abgestimmten kantonalen Gestaltungsplänen. Bis Ende Dezember 2015 soll der Baudirektor die Gestaltungspläne festsetzen.

Quartierbewohner zeigen Verständnis

An einer Informationsveranstaltung zu den Ausbauplänen am Montagabend zeigten sich die Anwohnerinnen und Anwohner mehrheitlich verständnisvoll. Der Masterplan sei ein guter Wurf und eine Chance für den Hochschulstandort Zürich, war etwa zu hören. Angst macht der Quartierbevölkerung jedoch die Höhe der geplanten Neubauten. Auch sind viele Mieterinnen und Mieter besorgt, ihre Häuser demnächst verlassen zu müssen. Vertreter von Stadt und Kanton machten jedoch klar, dass nicht alles abgerissen wird und die Bagger ohnehin noch sehr lange nicht auffahren.

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