Klimafreundliche Heizungen In Zürich und Schaffhausen gibt es noch Luft nach oben

Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben der Energiestrategie 2050 deutlich zugestimmt. Es ist ein Ja zum Atomausstieg, aber auch ein Ja zu weniger CO2-Ausstoss. Angesetzt wird unter anderem auch bei den Heizungen. Hier gibt es in Zürich und Schaffhausen noch Aufholbedarf.

Legende:
Anteil Wohngebäude mit klimafreundlichen Heizungen, 2015
0-9%
10-19%
20-29%
30-39%
40-49%
50-59%

In den Kantonen Zürich und Schaffhausen werden 24 Prozent, also ein Viertel der Gebäude umweltfreundlich geheizt. Dies ist im schweizweiten Vergleich ein durchschnittlicher Wert, zeigt eine Analyse von «SRF Data». Andere Regionen, besonders die ländlichen Kantone, schneiden deutlich besser ab als Zürich und Schaffhausen.

Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass in ländlichen Kantonen besonders viele Einfamilienhäuser stehen würden, sagt Hansruedi Kunz, Leiter der Abteilung Energie beim Kanton Zürich. «Bei Einfamilienhäusern ist die Umstellung auf eine umweltfreundliche Heizung einfacher als bei grösseren Überbauungen.» In den städtischen Gebieten sei der Anteil deshalb im Vergleich tiefer, so Kunz.

Mit dem Ja zur Energiestrategie werden die Subventionen für saubere Heizungen erhöht. Bis zu 150 Millionen Franken mehr werden auf die Kantone verteilt. Dies werde Auswirkungen haben auf den Anteil klimafreundlicher Heizungen im Kanton Schaffhausen, sagt Andrea Paoli von der Fachstelle Energie Schaffhausen.
Kritischer ist man im Kanton Zürich. «Diese 125 Millionen Franken sind gemessen am Hochbauvolumen immer noch wenig». Es komme auch darauf an, ob die Kantone auch selber noch Subventionen vergeben. Sowohl in Zürich als auch in Schaffhausen gibt es solche im Moment nicht.