Informatik, Spital: Mehr Jobs, aber auch mehr Arbeitslose

Die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich bleibt stabil bei rund 3 Prozent. Es gibt aber einzelne Bereiche wie die Informatik, das Gesundheitswesen oder die sozialen Berufe, in denen es mehr Arbeitslose gibt, obschon viele Stellen offen sind.

Informatiker sind gesucht, trotzdem finden viele keinen Job.

Bildlegende: Informatiker sind gesucht, trotzdem finden viele keinen Job. Keystone

Warum es in diesen Bereichen - Informatik, Gesundheit, Soziales - mehr Arbeitslose trotz offenener Stellen gibt, kann sich Bruno Sauter, Chef des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA), nicht erklären: «Ich werde mich hüten, voreilige Schlüsse zu ziehen», sagt Sauter gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Sind Jüngere bevorzugt?

Sauter hat aber doch ein paar mögliche Erklärungen für das Phänomen parat: Er nennt zum Beispiel die Divergenz zwischen den Fähigkeiten eines Arbeitnehmers und dem, was der potenzielle Arbeitgeber von ihm verlangt. «Oder vielleicht werden ältere Arbeitnehmer, die nicht mehr ganz à jour sind, durch jüngere ersetzt», so Sauter. Man müsse auch die Zuwanderung in Betracht ziehen und der Frage nachgehen, ob dadurch vielleicht Schweizer Arbeitnehmer verdrängt werden.

Monitoring zum IT-Personal geplant

In Zukunft will das Amt für Wirtschaft und Arbeit den Kontakt zur Informatik-Branche verstärken. Ziel ist ein regelmässiger Austausch mit Unternehmen, die IT-Personal einsetzen. Bis im Herbst soll klar sein, in welcher Form und mit welchen Firmen dieser Austausch institutionalisiert werden kann.