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Initiative abgeschossen Zürcher Kantonsräte wollen keine Wildschweine im Garten

Das Kantonsparlament will von der Initiative «Wildhüter statt Jäger» nichts wissen: Es will an der Milizjagd festhalten.

Mann steht im Wald
Legende: Mit 165 zu 0 Stimmen empfiehlt der Zürcher Kantonsrat die Initiative «Wildhüter statt Jäger» zur Ablehnung. Keystone

Die Initiative: Die Initianten aus Tierschutzkreisen verlangen im Kanton Zürich ein Ende der heutigen Hobby- und Milizjagd: An deren Stelle sollen professionell ausgebildete Wildhüter für ein Wildtiermanagement sorgen, bei dem die natürliche Regulierung des Tierbestandes im Vordergrund steht.

Die Argumente der Initianten: Jägerinnen und Jäger hätten viele Rechte und viele Freiheiten, aber kaum Pflichten, sagte Marianne Trüb vom Initiativkomitee. Bereits nach 28 Theoriestunden und dem Bestehen einer wiederholbaren Schiessprüfung könnten Jäger auf die Pirsch gehen – von guter Ausbildung könne nicht gesprochen werden.

Die Jäger haben heute zu viele Rechte und zu wenig Pflichten.
Autor: Marianne TrübInitiativkomitee

Die Argumente der Gegner: Die Initiative blieb im Zürcher Kantonsrat chancenlos: Mit Ausnahme von lediglich vier Enthaltungen sprach sich der gesamte Kantonsrat für den Erhalt der heutigen Milizjagd aus. Die Jagd in den heutigen Revieren funktioniere dank der gut ausgebildeten Jägerinnen und Jäger gut, argumentierten die Parteien von links bis rechts.

Wildhüter statt Jäger: Das klingt so nett nach Streichelzoo.
Autor: Andreas GeistlichFDP-Kantonsrat

Eine natürliche Regulierung des Wildtierbestandes sei nicht möglich, sagte schliesslich auch Regierungsrat und Jäger Markus Kägi (SVP). «Unsere Natur ist keine unberührte Wildnis, sondern eine stark genutzte Kulturlandschaft.»

Möchten Sie sich den Platz in ihrem Garten künftig mit einer Wildschweinrotte teilen?
Autor: Markus KägiRegierungsrat

Die Volksinitiative «Wildhüter statt Jäger» gelangt nun an die Urne. Der Regierungsrat und der Kantonsrat empfehlen sie mit 165 zu 0 Stimmen zur Ablehnung.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Irene Hausammann De Oliveira (Irene Hausammann De Oliveira)
    Jäger sind für mich Menschen, die Freude am töten haben! Eine amerikanische Studie belegt, dass, wenn die Tiere(Rehe und Wildschweine), nicht gefüttert werden, die Natur den Bestand alleine regelt!! Die Studie belegt zudem, weil immer die stärksten Tiere erlegt werden, der Bestand immer schwächer wird, weil die stärksten Tiere wegfallen! Es widert mich an, wenn mir ein Jäger erklären will, warum und wieso die Jagd sein muss! Mit solchen „Menschen“ möchte ich persönlich nichts zu tun haben!
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  • Kommentar von Irene Hausammann De Oliveira (Irene Hausammann De Oliveira)
    Ich persönlich finde das ganz schlimm! Für mich sind Jäger nichts anderes als Menschen, die Freude am töten haben! Eine amerikanische Studie hat ergeben, dass es, wenn die Wint
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