Initiative gegen zwei Fremdsprachen eingereicht

Die Initiative fordert, dass auf der Primarschulstufe nur noch eine Fremdsprache gelernt wird. Sie wird von vielen Zürcher Lehrkräften aller Stufen unterstützt. Das Initiativkomitee hat für das Anliegen 9270 Unterschriften gesammelt. 6000 wären nötig gewesen.

Das Fenster eines Schulzimmers, an dem die Schattenrisse von zwei Köpfen und Sprechblasen in Englisch kleben.

Bildlegende: Der frühe Fremdsprachenunterricht wird überschätzt, finden viele Lehrkräfte. Keystone

Die Initiative wird unter anderem von den Mittelstufen-, den Sekundarlehrkräften und dem Zürcher Lehrerinnen und Lehrerverband ZLV unterstützt. Eine Umfrage des ZLV unter seinen Mitgliedern im Herbst 2014 ergab, dass sich 75 Prozent der Lehrkräfte für nur eine Fremdsprache in der Primarschule aussprachen.

Viel Aufwand – wenig Ertrag?

Die Schule sei mit der Einführung der zweiten Fremdsprache sehr sprachenlastig geworden, argumentieren die Lehrerinnen und Lehrer der Mittelstufe. Verlierer seien die sprachlich schwächeren Kinder. Andere wichtige Bildungsinhalte kämen zu kurz.

Auch viele Sekundarlehrkräfte stehen der zweiten Fremdsprache in der Primarschule kritisch gegenüber. Viele Schülerinnen und Schüler kämen mit den zwei Lektionen Unterricht pro Woche auf keinen grünen Zweig und seien bereits vor dem Übertritt in die Sekundarschule demotiviert.