Ist die Zeit reif für einen Schaffhauser Bundesrat?

Eveline Widmer-Schlumpf tritt zurück, der Weg ist frei für einen zweiten SVP-Sitz im Bundesrat. Als Kandidaten im Gespräch sind unter anderem auch zwei Schaffhauser SVP-Politiker: Ständerat Hannes Germann und Nationalrat Thomas Hurter. Ihre Chancen sind indes gering.

Hannes Germann (l.) und Thomas Hurter.

Bildlegende: Werden als Bundesratskandidaten gehandelt: Hannes Germann (l.) und Thomas Hurter. Keystone; Bildmontage: SRF

Um überhaupt ins Rennen zu steigen, müssten Hannes Germann und Thomas Hurter erst einmal von der kantonalen Schaffhauser SVP nominiert werden. Das ist bislang noch nicht passiert. Die Kantonalparteien haben aber noch ein wenig Zeit: Bis zum 13. November müssen sie ihre Kandidaturen anmelden.

Germann nicht noch einmal verheizen

Dass die Bewerber aus Schaffhausen dannzumal Germann und Hurter heissen, das könne man jetzt schon mit grosser Sicherheit sagen, erklärt SRF-Schaffhausen-Korrespondent Roger Steinemann. Dass sich die Schaffhauser SVP aber nicht beeile mit ihren Vorschlägen, habe auch noch einen anderen Grund, so Steinemann: Man wolle nicht den selben Fehler machen wie vor vier Jahren.

2011 hatten die Schaffhauser schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Hannes Germann ins Spiel gebracht. Anschliessend ging Germann im Gespräch unter. Das soll sich diesmal nicht wiederholen, der Zeitpunkt soll günstiger gewählt werden.

Die grösste Hürde – da ist man sich in Schaffhausen einig – ist dann ohnehin die fraktionsinterne Ausmarchung in Bern. Und da stehen die Chancen laut Steinemann für beide Schaffhauser eher schlecht. Denn: Sowohl Germann wie auch Hutter gelten als gemässigte SVPler, die ab und an von der Parteilinie abweichen.