Gemeindeversammlung Rüti Ja zu neuer Flüchtlingsunterkunft

Rüti kann eine eigene Flüchtlings- und Notunterkunft planen. Die Gemeindeversammlung hat dem Planungskredit von 250'000 Franken zugestimmt. Dies trotz zahlreicher kritischer Voten.

bunte Häuser

Bildlegende: Rüti denkt bei seiner Flüchtlingsunterkunft an einen modularen Holzbau (Bild: Asylunterkunft in Zürich) Keystone

Die Zürcher Oberländer Gemeinde muss mehr Flüchtlinge aufnehmen und benötigt deshalb mehr Platz. Die Unterbringung in Mietobjekten kommt Rüti teurer zu stehen, als eine neue Unterkunft auf gemeindeeigenem Land zu bauen. Der Gemeinderat beantragte der Gemeindeversammlung deshalb einen Planungskredit, wobei er zwei mögliche Standorte ins Auge fasst.

Kritik an Standorten und Kosten

Kritik aus dem Publikum gab es an der Standortwahl und an der Tatsache, dass sich der Gemeinderat nicht schon vor Planungsbeginn für einen Standort entscheiden wollte. Kritik gab es aber auch an der Höhe des Planungskredits und an den Kosten des gesamten Neubauprojekts. In Gossau beispielsweise habe man ein ähnliches Objekt für einen wesentlich geringeren Betrag realisiert.

Ungültige Änderungsanträge

Zwei Änderungsanträge, die einen um 100'000 Franken tieferen Planungskredit bzw. preisgünstige Machbarkeitsstudien für die beiden möglichen Standorte forderten, liess der Gemeinderat nicht zu. Sie stellten einen zu grossen Eingriff in die Vorlage dar, begründete Gemeindepräsident Peter Luginbühl das Veto. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Planungskredit von 250'000 Franken am Ende mit deutlichem Mehr zu.