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Jahresrückblick 2012 Der BVK-Skandal und die Folgen

Die Korruptionsaffäre um die Zürcher Beamtenversicherungskasse erlebte im Herbst einen zweifachen Showdown: Anfang Oktober präsentierte die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) ihren Schlussbericht. Ende November kassierte der Ex-Anlagechef der BVK 6 Jahre und drei Monate Gefängnis.

Der Präsident der PUK, Markus Bischoff, sitzt im Zürcher Rathaus.
Legende: Leitete die politische Untersuchung des BVK-Skandals: AL-Kantonsrat und Anwalt Markus Bischoff. Keystone

«Es erstaunt mich immer noch, welche kriminelle Energie die Beteiligten in dieser Affäre an den Tag legten», sagt Markus Bischoff, Anwalt, AL-Kantonsrat und Präsident der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK), welche den Korruptionsskandal rund um die kantonale Beamtenversicherungskasse (BVK) untersucht hatte.

Mandate gegen Geld

Jahrelang hatte sich der frühere Anlagechef der BVK bestechen lassen. Und dafür schanzte er einem kleinen Kreis von Kumpanen, beziehungsweise deren Firmen lukrative Mandate zu. Die Bestechungssumme wird auf bis zu 1,6 Millionen Franken geschätzt. Das Gericht verurteilte den Anlagechef zu 6 Jahren und drei Monaten Gefängnis. Im Gespräch mit dem «Regionaljournal Zürich/Schaffhausen» kommentiert Bischoff:

Eine harte, aber faire Strafe

Dass es überhaupt so weit kommen konnte, das liege an den ungenügenden Kontrollen, kam seine PUK zum Schluss. Die Hauptschuld trage der Regierungsrat.

Heisses Eisen Haftungsklage

Bislang muss aber noch niemand für die schlechte Kontrolle haften. Der neue Stiftungsrat der BVK, die ab 2014 eine private Firma ist, will dies aber an die Hand nehmen. «Kommt ihr Gutachten zum Schluss, dass eine Haftungsklage nötig ist, dann muss sie diese einreichen», sagt Bischoff.

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