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Jetzt ist genug Schaffhauser Kindergärten sagen Räbeliechtli-Umzug ab

Weil sie seit Jahren nicht für ihre Zusatzarbeit entschädigt werden, setzen die Kindergärtnerinnen nun ein Zeichen.

Eine Frau und ein Kind basteln an einem Räbenliechtli. Die Frau zündet eine Kerze an.
Legende: Es steckt viel Arbeit drin: Kind und Erwachsene schnitzen ein Räbenliechtli. Keystone

Die Schaffhauser Kindergärtnerinnen und Kindergärtner setzen ein Zeichen: Dieses Jahr führen sie in der Stadt Schaffhausen keinen Räbeliechtliumzug durch. Bisher hatten sie für dessen Vorbereitung und Durchführung zwei Abende unbezahlt gearbeitet. Damit soll dieses Jahr Schluss sein, wie aus einer Mitteilung des Schaffhauser Lehrerinnen- und Lehrerverbands hervorgeht.

Dies sei zwar zu bedauern, denn alle Betroffenen würden den Anlass vermissen. Aber man wolle ein Zeichen setzen, weil die Lehrpersonen «sich von der Politik und kantonalen Behörden nicht mehr länger auf die Zukunft vertrösten lassen wollen». Die Schaffhauser Kindergärtnerinnen und Kindergärtner fordern seit Jahren die Einführung einer bezahlten Entlastungsstunde.

Trotz Warnstreiks und einem Versprechen der Regierung, sich für diese Entlastungsstunde einzusetzen, geschah bislang nichts. Der Kantonsrat sprach sich sogar gegen die Massnahme aus. Die Kindergärtner begründen ihre Forderung unter anderem mit zunehmender Elternarbeit und wollen mit den Primarlehrern gleichgestellt werden. Diese haben bereits eine solche Entlastungsstunde.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Frei (Fred)
    Es ist doch etwas geschehen. Der Kantonsrat hat sich gegen eine solche Massnahme gestellt und dies müssen die KindergärtnerInnen (KGI) nun mal hinnehmen. Diesen Disput auf dem Buckel der Kleinsten auszutragen zeigt von wenig Feingefühl und entbehrt jeglicher Vorbildfunktion dessen sich die PädagogenInnen so gerne rühmen. Ich sage nur: „ Schämt Euch !“
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  • Kommentar von Yves Kaufmann (Le Yves)
    Ich gratuliere den Kindergartenlehrerinnen und -lehrern zu diesem Schritt! Viele der Reaktionen, besonders peinlich jene gewisser Lokalpolitiker, zeigen einmal mehr, dass Ellen nicht gleich Ellen sind. Die Gratisarbeit in dieser Branche nimmt stetig zu, auch dank einer unkontrollierten Reformwut, die Klassen werden grösser, mit einer Landessprache im Unterricht kommt man kaum mehr aus. - Lassen Sie auch das Weihnachtssingen ausfallen und brüskierte Eltern und Politiker einspringen.
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    1. Antwort von Stefan Frei (Fred)
      Ich folgere, bei soviel Insiderwissen „müssen“ Sie ja beinahe zwingend selber Kindergarten-Lehrer sein, oder irre ich mich?!
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    2. Antwort von Edi Steinlin (stoni)
      Es sind Kindergärtnerinnen, Kindergartenlehrer gibt es bei uns nicht.
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    3. Antwort von Yves Kaufmann (Le Yves)
      Vielleicht bin ich es. Ihre Frage tönt jedoch so, als wäre es was Schlechtes, wenn es denn so wäre. Haben Sie auch Mitleid mit den Passagieren, wenn Busfahrer oder Fluglotsen in den Warnstreik gehen? Sie werden sagen: "Kommt darauf an". Und das ist der Punkt und das, was ich mit den Ellen meinte.
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Die Kindergärtnerinnen strafen ja die Kinder und nicht die Politik! Was das liebe Geld alles bewirken kann!
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