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Zürich Schaffhausen Jositsch und Galladé wollen Nachfolger von Regine Aeppli werden

Die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP) hat am Dienstag ihren Rücktritt per 2015 bekannt gegeben. Mit dieser Ankündigung dreht sich auch schon das Kandidatenkarussell für ihre Nachfolge: Daniel Jositsch und Chantal Galladé bekunden Interesse.

Eine Frau mit blonden Haaren, schwarzer Brille und rotem Lippenstift.
Legende: Ruhig und gefasst verkündete Regine Aeppli am Dienstag ihren Rücktritt. Keystone

Sie habe bereits 2011 entschieden, dass sie nicht erneut kandidieren werde, sagte Regine Aeppli an der Medienkonferenz. Zwölf Jahre im Regierungsrat sei eine lange Zeit - und sie habe viel erreicht.

Seit 2003 sitzt Regine Aeppli in der Zürcher Regierung. Sie ist damit die amtsälteste Regierungsrätin. Als Bildungsdirektorin hatte sie in den letzten elf Jahren einige Herausforderungen zu meistern - etwa das neue Volksschulgesetz, den Lehrermangel oder auch die Einführung der umstrittenen integrativen Förderung, bei der lernschwache und auffällige Kinder in den normalen Klassen unterrichtet werden.

Kritik wegen Mörgeli

In letzter Zeit stand Regine Aeppli vor allem wegen ihrer Rolle bei der Entlassung von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli als Kurator des medizinhistorischen Museums der Universität Zürich in der Kritik. Regine Aeppli ist als Bildungsdirektorin Präsidentin des Universitätsrats. Im Zuge der Ermittlungen wurde der Vorwurf laut, Regine Aeppli könnte Einfluss genommen haben auf die Entlassung von Christoph Mörgeli - zuständig wäre allerdings die Universitätsleitung. Regine Aeppli selbst hat sich zu den Vorwürfen nicht geäussert.

Vor ihrer Karriere als Regierungsrätin sass Regine Aeppli zunächst acht Jahre lang im Zürcher Kantonsrat, danach im Nationalrat.

Kandidatenkarussel dreht sich

Aepplis potentielle Nachfolger stehen bereits in den Startlöchern. «Ich interessiere mich für dieses Amt», sagt SP-Nationalrat und Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch auf Anfrage des «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Und Nationalratskollegin und Ex-Partnerin Chantal Galladé meint: «Ich stehe zur Verfügung.» Ebenfalls als mögliche Nachfolgerin gehandelt werden Yvonne Beutler, Finanzstadträtin von Winterthur, und Nationalrätin Jacqueline Fehr. Sie wollen sich eine Kandidatur überlegen, falls sie von der Partei angefragt werden.

Legende: Video Zürcher Bildungsdirektorin tritt nicht mehr an abspielen. Laufzeit 04:49 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 13.05.2014.

Ausgangslage für Regierungsratswahlen 2015

Mit Regine Aepplis Rücktritt ist die Ausgangslage für die Wahlen 2015 klar: Die Männer wollen weitermachen, die Frauen nicht. Ursula Gut (FDP) hatte bereits mitgeteilt, dass sie nicht mehr antritt. Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) Justizdirektor Martin Graf (Grüne), Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP), Baudirektor Markus Kägi (SVP) und Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) stellen sich der Wahl.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Anna Marthaler, Zürich
    Schade. Per sofort wäre besser gewesen. Wer sein Amt missbraucht, um politisch missliebige Leute mit rechtlich fragwürdigen Mitteln wegzuboxen, disqualifiziert sich selber und sollte einfach abtreten. Auch wenn man C. Mörgerli nicht mag: eine schäbige Geschichte. A propos: Wie lange dauert es eigentlich noch, bis ihr "Mitarbeiter" Sebastian Brändli endlich den Hut nehmen muss?
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  • Kommentar von Ruedi Lais, Wallisellen
    Liebe Aeppli-Kritiker aus Stettlen BE, Riedtwil BE, Gränichen AG und Luzern. Lassen Sie uns ZürcherInnen doch selber beurteilen, welche Leistung RR Aeppli für unseren Kanton erbracht hat und noch erbringt. Die Wahl- und Abstimmungsresultate der letzten 11 Jahre sind jedenfalls ein gutes, demokratisches Zeugnis der Zürcher Bevölkerung für die Bildungsdirektorin.
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  • Kommentar von Gré Stocker-Boon, 8804-AU/ZH
    Betrifft NachfolgerIn. Wäre Roland Fischer auch ein Kandidat?
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