Jüdische Bibliothek in Zürich bleibt integral erhalten

Die jüdische Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich ist einmalig im deutschsprachigen Raum. Aus Spargründen wollte die ICZ den wissenschaftlichen Teil der Bibliothek an die Zentralbibliothek abgeben. Dank einer Sammelaktion konnten diese Pläne abgewendet werden.

Initiant der Sammelaktion ist der jüdische Schriftsteller Charles Lewinsky. Als er von den Plänen erfuhr, rief er einen Verein zur Rettung der Bibliothek ins Leben. Diesem «Verein für Jüdische Kultur und Wissenschaft» ist es gelungen, genügend Geld aufzutreiben, um den Weiterbetrieb der Bibliothek für die nächsten drei Jahre zu sichern. Und der Verein werde sich auch dafür einsetzen, dass es eine Rettung auf Dauer sei, sagt Charles Lewinsky gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Ein Kulturgut von nationaler Bedeutung

Die Jüdische Bibliothek umfasst eine Sammlung von gegen 60'000 Büchern und Zeitschriften in deutscher, jiddischer, hebräischer und englischer Sprache – vom Kinderbuch über Belletristik bis zu wissenschaftlichen Werken.

«Es ist die einzige jüdische Bibliothek auf dem europäischen Kontinent, die den Holocaust in der originalen Form überlebt hat», begründet Charles Lewinsky seinen Einsatz für die Erhaltung der Bibliothek. Für ihn und seine Mitstreiter im Verein ergibt sich daraus die Verpflichtung, die Bibliothek integral zu erhalten.