Petition in Zürich Jüdische Schule soll an ihrem Standort bleiben dürfen

Das Schulhaus muss einer Wohnüberbauung weichen, 500 Schülerinnen wären obdachlos. Jetzt formiert sich Widerstand.

Mädchen in einem Klassenzimmer.

Bildlegende: Die Jüdische Schule Zürich sucht ein neues Gebäude für ihre 500 Schülerinnen. Keystone

85 Zürcher Parlamentarierinnen und Parlamentarier von links bis rechts haben eine Petition unterzeichnet. Adressat sind die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich. Die EKZ besitzen die Liegenschaft, in welcher die Jüdische Tagesschule Zürich ihre 500 Schülerinnen unterrichtet.

«  Wir verlangen, dass die EKZ mit der jüdischen Schule nochmals Verhandlungen aufnimmt. »

Sonja Rueff
Zürcher FDP-Kantonsrätin

Hier an der Zürcher Schöntalstrasse beim Autobahnende Brunau planen die EKZ einen Neubau mit 70 Wohnungen. In einem Jahr müsste die jüdische Schule also ausziehen. Die Petition fordert die EKZ auf, der Schule erst zu künden, wenn sie einen neuen Standort gefunden hat. Oder – noch besser – die Schule am jetzigen Standort zu belassen.

Angebot ausgeschlagen

Man könne sich gerne noch einmal zusammensetzen, sagte EKZ-Sprecher Noel Graber auf Anfrage des «Regionaljournals». Man habe der jüdischen Schule allerdings bereits Realersatz an einem anderen Standort angeboten, die Schulleitung habe vom Angebot aber nicht Gebrauch gemacht. Die EKZ werden also wohl an ihren Neubauplänen festhalten.