Junge Arbeitskräfte in Zürich unter Druck

Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in den Kantonen Zürich und Schaffhausen erneut gestiegen. Das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit macht vor allem saisonale Gründe für den Anstieg geltend. Es stellt gleichzeitig fest, dass vor allem 20- bis 24-Jährige überdurchschnittlich betroffen sind.

Ein Arbeitsloser Mann studiert in Zürich den Stellenanzeiger

Bildlegende: Die stotternde Konjunktur spüren vor allem die Jüngsten auf dem Arbeitsmarkt, die 20- bis 24-Jährigen. Keystone

Im Kanton Zürich hat die Arbeitslosenquote im Januar mit 4,0 Prozent den höchsten Stand seit September 2009 erreicht. Das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) führt den Anstieg um 0,1 Prozent hauptsächlich auf saisonale Effekte zurückt.

Der Anstieg sei moderat, schreibt das Amt in einer Mitteilung. 31'331 Personen waren Ende Januar bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet, 647 Personen mehr als im Vormonat.

Konjunktur erschwert jungen Stellensuchenden den Einstieg

Einen schwierigeren Stand haben die Stellensuchenden nach der Ausbildung. Seit November 2015 hat die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen im Kanton Zürich verhältnismässig stärker zugenommen als in den anderen Altersgruppen. Das AWA erklärt sich diese Entwicklung mit dem eingetrübten konjunkturellen Umfeld.

Spezielle Massnahmen für diese Altersgruppe sieht der Kanton aber nicht vor. Irene Tschopp, AWA-Sprecherin, sagt auf Anfrage: «Diese jungen Stellensuchenden haben in der Regel keine Mühe auf dem Arbeitsmarkt.» Im Schnitt seien sie weniger lang als sechs Monate auf Stellensuche.

Auch in Schaffhausen suchen mehr Leute Arbeit

Insgesamt liegt die Arbeitslosigkeit im Kanton Zürich mit einer Quote von vier Prozent weiterhin über dem nationalen Durchschnitt. Der Kanton Schaffhausen verzeichnete ebenfalls einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote im Januar, von 3,6 auf 3,7 Prozent.