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Kameras in der Badi Zürcher Sportamt filmte Gäste - ohne rechtliche Grundlage

In fünf Sportanlagen in der Stadt Zürich werden Gäste gefilmt, ohne darauf hingewiesen zu werden.

Der Eingang des Hallenbad City in Zürich.
Legende: Auch beim Hallenbad City steht im Eingangsbereich der Sauna eine Kamera. Keystone
  • Einige Kameras sind in der Nähe von Garderoben oder vor dem Eingangsbereich von Saunas installiert. Dies berichten verschiedene Quartierszeitungen der Lokalinfo AG.
  • Intalliert hat die Überwachungskameras das Stadtzürcher Sportamt.
  • Es fehlen Hinweistafeln, dass an diesem Orten gefilmt wird.
  • Bald soll ein neues Reglement in Kraft treten, das die rechtliche Lücke schliesst.

Gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» nimmt Urs Schmidig, Leiter des Zürcher Sportamts, Stellung:

SRF News: Stimmt es, dass die Stadt Zürich in den Sportanlagen ihre Gäste mit Videoanlagen überwacht, ohne dies zu kennzeichnen?

Urs Schmidig: Das stimmt zum Teil, ja. In den hundert Anlagen, die wir vom Sportamt betreiben, gibt es an fünf Orten Videoüberwachung. Das Ausmass ist also nicht so dramatisch.

Welche Anlagen sind das?

Das sind die Hallenbäder City, Bungertwies, Käferberg sowie die Kunsteisbahn Oerlikon und die Sportanlage Sihlhölzli.

Und welche Bereiche der Anlagen filmen Sie?

Es ist uns wichtig, die Intimsphäre der Gäste zu schützen. Man sieht keine Personen in Umkleidekabinen, sondern nur in den Vorräumen. Es stimmt auch nicht, dass – wie im Zeitungsbericht geschrieben wird – Personen im Eingangsbereich der Sauna gefilmt werden.

Dennoch, es fehlen die Hinweistafeln, dass an diesen Stellen gefilmt wird. Dazu wäre die Stadt jedoch verpflichtet.

Ja, und das hätte nicht passieren dürfen. Dafür möchten wir uns entschuldigen. Es war auch nicht gut, dass es so lange dauerte, bis eine rechtliche Grundlage für die Videoüberwachung in Sportanlagen ausgearbeitet worden ist. Wenn aber bis Ende Februar keine Einsprachen kommen, gilt das neue Videoreglement und dann sind auch alle Hinweistafeln installiert.

Das Gespräch führte Fanny Kerstein.

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