Kanton fordert raschen Ausbau des Gubrist-Tunnels

Ende September entschied das Bundesgericht: Der geplante Autobahn-Halbanschluss bei Weiningen, kurz vor dem Gubrist-Tunnel, muss verlegt oder ganz aufgehoben werden. Gegen eine Aufhebung wehrt sich nun der Zürcher Regierungsrat: ein Anschluss sei zwingend nötig.

Stau-Alarm beim Gubristtunnel. Eine weitere Tunnelröhre könnte womöglich Abhilfe schaffen.

Bildlegende: Stau-Alarm beim Gubristtunnel. Eine weitere Tunnelröhre könnte womöglich Abhilfe schaffen. Keystone

Die morgendlichen und abendlichen Staumeldungen lassen es vermuten: Der Gubristtunnel ist das Nadelöhr im Schweizer Autobahnnetz. Und seit Jahren streiten Bund, Kantone und Gemeinden darüber, wie die sogenannte Autobahnumfahrung Zürich ausgebaut werden soll. Dazu gehört auch der Ausbau des Gubristtunnels.

Ein Bundesgerichtsurteil von Ende September, wie der Halbanschluss bei Weiningen gestaltet werden soll, brachte den Ausbau des Gubristtunnels einen Schritt weiter: Das Bundesamt für Strassen (Astra) muss nun erneut prüfen, ob der Anschluss verlegt oder ganz aufgehoben werden soll.

Kanton Zürich sucht das Gespräch mit Astra

Wenn der Anschluss aufgehoben würde, dann «wären die Autos in den Dörfern des Limmattals und auch in der Stadt Zürich – das darf nicht sein», so der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker. Eine Aufhebung würde nur die Nordumfahrung selber entlasten.

Der Regierungsrat will nun mit dem Chef des Astra einen möglichst raschen Baustart erarbeiten. Es soll keine Verzögerungen mehr geben, die zusätzliche Gubrist-Tunnelröhre gebaut werden. Beim Astra nimmt man sich Zeit: «Man baut erst einen Tunnel, wenn die Anschlüsse gesichert sind», so Astra-Sprecherin Karin Unkrieg. Ob das Astra nun den Halbanschluss Weiningen streichen könnte, dazu wollte sich Karin Unkrieg noch nicht äussern.