Kanton und Städte wollen härtere Gangart gegen Hooligans

Die Städte Zürich, Winterthur und Kloten machen sich gemeinsam mit dem Kanton für das verschärfte Hooligan-Gesetz stark. Die Umsetzung soll «massvoll, aber konsequent» erfolgen.

Fans randalieren auf der Tribüne des Letzigrund-Stadions.

Bildlegende: Mit dem neuen Hooligan-Gesetz sollen Ausschreitungen (wie hier im Letzigrundstadion) möglichst eingedämmt werden. Keystone

Im Juni stimmt das Zürcher Stimmvolk über eine Verschärfung des Hooligan-Gesetzes ab. Vor den Medien haben der Kanton sowie die Städte Zürich, Winterthur und Kloten aber schon heute ihre Argumente für das Gesetz dargelegt. Die Umsetzung soll «pragmatisch und massvoll, aber konsequent» erfolgen, sagt Regierungsrat und Sicherheitsdirektor Mario Fehr.

Mit dem neuen Gesetz könnten neu Rayonverbote von bis zu drei Jahren verhängt werden. Bisher galt ein Rayonverbot maximal für ein Jahr. Die neuen Rayonverbote würden zudem schweizweit gelten und nicht nur im Kanton Zürich. Die Bewilligungspflicht für sämtliche Spiele der obersten Fussball- und Eishockey-Liga löst der Kanton Zürich so, dass die Städte eine Bewilligung für die ganze Saison erteilen. Für sogenannte Hochrisiko-Spiele kann die zuständige Stadt (Zürich oder Kloten) zusätzliche Auflagen machen, zum Beispiel ein Alkoholverbot im Stadion aussprechen.

Im Moment werden allerdings nur vier Spiele als Hochrisiko-Spiele eingeschätzt. Im Fussball betrifft dies die Derbys zwischen den beiden Stadtclubs FCZ und GC, sowie die Spiele der Clubs gegen den FC Basel. Die Stadt Kloten stuft - in Absprache mit der Kantonspolizei - im Moment keine Eishockeyspiele als Hochrisiko-Spiele ein.

Der Zürcher Kantonsrat hatte dem Hooligan-Gesetz im November 2012 zugestimmt. Verschiedene Fangruppen ergriffen dagegen das Referendum. Darum kommt es am 9. Juni zur Abstimmung.