Kanton Zürich bannt Schneebrettgefahr an der Strahlegg

Forstarbeiter haben in den letzten Tagen an einem steilen Hang unterhalb der Strahlegg 108 Dreibeinböcke im Gelände verankert. Sie sollen verhindern, dass die Strasse im Winter von Schneerutschen verschüttet wird. Es ist die erste Lawinenverbauung im Kanton Zürich und bleibt wohl die einzige.

Auschnitt aus einer Satelitenaufnahme, die das kritische Gelände zeigt.

Bildlegende: Am rot gefärbten Hang lösten sich in den letzten Jahren immer wieder Scheerutsche und verschütteten die Strasse. Google Maps

Der fragliche Abschnitt der Strahleggstrasse wurde in den letzten Jahren immer wieder von Schneebrettern verschüttet. «Für den Räumungsdienst war es jedes Mal ein riesiger Aufwand, die Strasse von den Schneemassen zu befreien», erklärt Thomas Maag vom kantonalen Tiefbauamt. Deshalb habe man sich entschlossen, die Strasse mit einer Gleitschneemassnahme zu sichern. Er bestätigt damit einen Bericht der «Zürcher Oberländers».

Mit 300 «Ogi-Böcken» gegen den Schnee

Die 108 Dreibeinböcke – benannt nach dem Erfinder und Vater des Alt-Bundesrates Adolf Ogi – sind mit 1,8 Meter langen im Boden verankert. Im nächsten Frühling sollen weitere 192 solche Böcke folgen. Gleichzeitig will der Kanton den Hang aufforsten, damit in einigen Jahren der Wald die Sicherung der Strasse übernehmen kann. Es ist der einzige Abschnitt im Netz der Kantonsstrassen, der von Schneerutschen bedroht ist. Deshalb dürfte die erste Lawinenverbauung im Kanton Zürich auch die einzige bleiben. Das Projekt kostet den Kanton rund 465'000 Franken.