Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Kantonalzürcher FDP unterstützt Kirchensteuer-Initiative

Lange war sie punkto Kirchensteuer tief gespalten, jetzt hat die FDP des Kantons Zürich die Ja-Parole gefasst. Damit unterstützen die Freisinnigen die Initiative ihrer Jungpartei, die die Kirchensteuer für juristische Personen abschaffen will.

Vier Zürcher Kirchtürme bei Nacht, dahinter geht ein Blitz nieder
Legende: Keine Kirchensteuer mehr von Firmen - ein Donnerschlag für Zürichs Kirchen? Keystone

«Passen Sie auf, dass Sie nicht etwas fahrlässig zerstören, das bestens funktioniert», warnte Divisionär a.D. Hans Gall die Delegierten der FDP. Wie Gall votierten auch andere ältere Freisinnige entschieden gegen das Anliegen der Jungliberalen. Doch diese erinnerten daran, dass der Freisinn doch gewöhnlich nicht für Steuern, sondern für die Anliegen der KMUs eintrete.

Die Kirchensteuer-Debatte dauerte keine Stunde. Entscheidend war wohl das Votum von Roger Suter aus dem Zürcher Stadtkreis 4. «Wenn wir als Mutterpartei unseren Jungliberalen jetzt nicht helfen, wie können sie dann den Glauben an den Freisinn behalten?», fragte er in die versammelte Runde. Die Antwort kam mit der Schlussabstimmung: 59 Delegierte sprachen sich für die Ja-Parole zur Initiative aus, 49 Delegierte waren dagegen.

Ein schwieriger Kampf

FDP-Präsident Beat Walti gab sich am Ende der Delegiertenversammlung diplomatisch. «Es wird ein schwieriger Kampf, die Leute zu überzeugen», meinte er, «aber nun haben wir die Parole und werden es tun.» Die Kirchensteuer-Initiative kommt am 18. Mai vors Volk. Kantons- und Regierungsrat empfehlen ein Nein.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Michael Kalberer, Wangen
    Warum dürfen nicht die Firmen, bzw. die wirklich betroffenen darüber Abstimmen, bzw. freiwillig der Kirche spenden. Der jetztige Zwang bedeutet finanzielle Unterstützung des grössten Immobilien Besitzer der Welt (kath. kirche) - Unterstützung einer der skrupellosesten Bank (VatikanBank) - Unterstützung einer Vereinigung, die Weltweit die meisten pedophilen Übergriffe zu verzeichnen hat... Ist es wirklich noch Zeitgerecht, so etwas per Gesetz zu finanzieren? Freundlich M. Kalberer
    Ablehnen den Kommentar ablehnen