Kantonalzürcher Jagdschiessanlage erhält erste Konturen

Mit der Planung seiner neuen Jagdschiessanlage in einer Kiesgrube bei Bülach ist der Kanton Zürich einen Schritt weiter: Der Gestaltungsplan liegt auf. Viele Forderungen von Kritikern des Projekts sind darin erfüllt, in Sachen Lärmschutz sind Stadtrat und Bürger von Bülach aber weiterhin skeptisch.

Auf einer Wiese erklärt ein Jäger mit Gewehr einem anderen Jäger etwas

Bildlegende: Die Ausbildung zum Jäger verlangt nach Jagdschiessanlagen, wo scharf trainiert werden kann. Keystone

Der Gestaltungsplan für die neue kantonale Jagdschiessanlage in der Kiesgrube Widstud nördlich von Bülach sieht mehrere Schiessstände, einen Jagdparcours und zwei Sportschiessanlagen vor. Die Anlage soll mit Kugelauffangnetzen und Lärmschutzbauten versehen werden.

Viele Forderungen lokaler Kritiker – darunter auch der Bülacher Stadtrat und Anwohner – wurden im Gestaltungsplan aufgenommen. Skeptisch bleiben die Bülacherinnen und Bülacher in Sachen Lärm: Sie wollen versuchen, den Kanton zu weiteren Konzessionen zu bewegen.

Die Planung der neuen Jagdschiessanlage begann vor fünf Jahren, als sich die alte Schiessanlage in Embrach als sanierungsbedürftig erwies. Der Zürcher Kantonsrat stimmte dem Vorhaben zu; der Kanton sucht nun nach Investoren und Betreibern. 2016 will er mit dem Bau beginnen, spätestens 2018 soll die Jagdschiessanlage Widstud ihren Betrieb aufnehmen.