Kantonsratswahlen 2015: Die EVP

Der Hahn in der Mitte: Obwohl die EVP mit ihrer Haltung oftmals die Haltung der breiten Bevölkerung spiegelt, geht die Partei meist vergessen. 2011 verlor sie Wählerinnen und Wähler und damit drei Sitze im Parlament. Bei den Wahlen 2015 soll der Niedergang jedoch gestoppt werden.

Lippenpomade mit EVP Logo

Bildlegende: Läuft alles wie geschmiert, will die EVP wieder mit zehn Leuten im Parlament mitreden. Keystone

  • Wähleranteil 2011: 3,8 Prozent (2007: 5,2)
  • Sitze im Kantonsrat: 7 (2007: 10)
  • Wahlslogan: Christliche Werte. Menschliche Politik.

Die Evangelische Volkspartei hat vor allem ein Image-Problem. Neben den neuen Parteien in der Mitte, der GLP oder der BDP, wirkt sie verstaubt und wird oftmals aufs Evangelische in ihrem Parteinamen reduziert. Trotzdem ist die Parteileitung der EVP optimistisch und hat als Wahlziel einen Gewinn von drei Sitzen erklärt.
Das wären dann wieder gleich viele Sitze wie vor den Wahlen 2011.

Dieses Ziel zu erreichen dürfte schwierig sein. Mit ihren Initiativen zum Seeufer oder der Klassengrösse schaffte es die EVP zwar, sich in den letzten vier Jahren immer wieder ins Gespräch zu bringen. Nur, ob sich die Wähler am Wahltag auch daran erinnern, wenn sie zwischen den vielen Listen auswählen müssen? Leicht helfen könnte da die Regierungsratskandidatur von Nik Gugger. Doch der Winterthurer Gemeinderat hat neben den zahlreichen anderen, national bekannten Kandidatinnen einen schweren Stand.

Anders als in der Stadt Zürich muss die EVP auf kantonaler Ebene nicht um ihren Einzug ins Parlament fürchten. 2011 knackte sie die fünf Prozent Hürde in fünf Wahlkreisen.