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Kasernenareal Stadt Zürich «Nicht das Optimum, aber eine Verbesserung»

Das Parlament sagt Ja zu einem Baurechtsvertrag, der das Zeughausareal der Stadt überlässt. Die Kosten polarisieren.

Kasernenareal in der Stadt Zürich
Legende: In den Zeughäusern soll das Kleingewerbe einziehen, kulturelle und soziale Anlässe sollen ebenfalls Platz haben. Keystone

Um die Zukunft des Kasernenareals wird in der Stadt Zürich seit Jahrzehnten gerungen. Erst letzte Woche gab der Regierungsrat bekannt, dass er das Areal dereinst komplett räumen will.

Gestern Abend kam die Stadt Zürich ihrem Wunsch ein Stück näher, das Areal der Bevölkerung zugänglich zu machen.

  • Das Parlament hat einem Baurechtsvertrag zugestimmt, der die fünf Zeughäuser mitsamt dem Zeughaushof «entschädigungslos» der Stadt übergibt.
  • Der Vertrag läuft über 50 Jahre, die Zinsen für das Land betragen jährlich 410'000 Franken.
  • Die Stadt verpflichtet sich, die maroden Zeughäuser für 55 Millionen Franken zu sanieren.
  • Der Kanton bezahlt an die Sanierung 30 Millionen Franken.

Dieser Verteilschlüssel sorgte im Stadtparlament für Aufruhr. «Der Kanton hat die Zeughäuser verlottern lassen und übergibt sie dann der Stadt», monierte zum Beispiel die SP. Sie stimme ohne Begeisterung zu. Die FDP wollte lieber Private investieren lassen und die GLP wies den «schlechten Deal» ebenfalls zurück: Der Stadtrat solle «mutig neu verhandeln und das Areal kaufen». Nicht entscheiden mochte sich die SVP, sie enthielt sich der Stimme.

Der Stadtrat soll neu verhandeln und das Areal kaufen.
Autor: Shaibal RoyGemeinderat GLP

Der zuständige Stadtrat Daniel Leupi machte klar, dass der Regierungsrat zu keinen weiteren Konzessionen bereit gewesen sei, sonst wäre der Deal gescheitert. «Es ist ein pragmatischer Deal, nicht das Optimum», sagte Leupi. Es sei aber eine Verbesserung: Für die Bevölkerung, das Gewerbe, die Stadt und das Quartier.

Es ist ein pragmatischer Deal.
Autor: Daniel LeupiFinanzvorsteher Stadt Zürich

Das Parlament stimmte dem Vertrag schliesslich mit 67 Ja- zu 32 Nein-Stimmen zu. Das letzte Wort hat die Stimmbevölkerung.

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