Kassetten voller Radiosendungen

Während zehn Jahren wurden alle Sendungen des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» von 1978 bis 2002 digitalisiert. Das sind rund 15‘000 Sendungsmitschnitte. Ein Fundus an witzigen, überraschenden und emotionalen Radiomomenten.

Ein Blick auf die Website der memoriav.

Bildlegende: Die Sendungen des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» sind die ersten, die digitalisiert wurden. Weitere folgen. SRF

Es hat gedauert, bis die 4600 Kassetten, die 270 CD-R und die anderen 6000 Audiofiles eingelesen und digitalisiert waren. Zehn Jahre insgesamt, zehn gut investierte Jahre, findet Christoph Stuehn, Direktor des Vereins Memoriav – jenem Verein, der sich für das audio-visuelle Erbe der Schweiz einsetzt. Die Leitung und Durchführung des Projekts selbst lag in der Verantwortung von SRF.

Regionaljournal-Sendungen seinen eine wichtige historische Quelle, so Stuehn: «Sie erzählen die regionalen Geschichten. Und unsere gesamte Geschichte wird über die regionalen Geschichten geschrieben.»

Nachhören an 50 Orten in der Schweiz

Die Sendungen des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» sind die ersten von sieben Regionaljournalen, die digitalisiert worden sind - unterstützt von den kantonalen Lotteriefonds. Weitere sollen folgen. Wer sich ins Archiv vertiefen will, findet auf der Homepage Angaben zu den Audioquellen, hören kann er sie jedoch nicht.

Dies sei aus rechtlichen Gründen nicht möglich, bedauert Christoph Stuehn: «Es sind vor allem urheberrechtliche Gründe, deshalb sind die Dokumente nur über externe Stationen zugänglich». 50 gibt es davon. In Zürich kann man die alten Radiosendungen zum Beispiel beim Schweizerischen Sozialarchiv oder im Staatsarchiv des Kanton Zürich anhören.

Die «Regionaljournal»-Archivserie

Der Verein Memoriav

Das Logo des Vereins Memoriav

Der Verein Memoriav setzt sich für die Erhaltung des audiovisuellen Erbes der Schweiz ein. Seit seiner Gründung 1995 hat er knapp eine halbe Million audiovisueller Dokumente öffentlich zugänglich gemacht. Der Verein wird zu grossen Teilen von der Schweizerischen Eidgenossenschaft finanziert.