Kein Festzelt mit Grossleinwand bei Klotener Heimspielen

Das Festzelt bleibt geschlossen, wenn im Stadion nebenan gespielt wird. Dies hat der Eishockey-Club vor dem ersten Playoff-Finalspiel in Kloten entschieden, «aus Sicherheitsgründen».

Viele Kloten Flyers Fans mit verschiedenen Fan-Schals

Bildlegende: Zu viele Fans an einem Ort sind ein Sicherheitsrisiko: Die Kloten Flyers schliessen ihr Fanzelt während der Heimspiele. Keystone

Wenn am Dienstagabend zum ersten Mal ein Zürcher Playoff-Finalspiel in Kloten ausgetragen wird, bleibt das Festzelt mit Grossleinwand gleich neben dem Stadion geschlossen. «Das Zürcher Final-Derby sorgt erwartungsgemäss auf beiden Fanseiten für grosse Emotionen. Die EHC Kloten Sport AG hat deshalb nach der ersten Partie entschieden, das Festzelt mit Grossleinwand vor der Kolping-Arena für die kommenden Heimspiele aus Sicherheitsgründen geschlossen zu halten», begründet der Eishockey-Club.

Zu grosser Andrang

Die beiden Heimspiele seien derart schnell ausverkauft gewesen, dass der Andrang auf das Festzelt noch zugenommen habe, sagt Antonio Hernández, der Marketing-Leiter der Kloten Flyers, im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

Noch am letzten Freitag, vor dem ersten Finalspiel, hatten die Kloten Flyers ihre Fans in einem Newsletter aufgerufen, in Scharen ins Festzelt zu pilgern: «Um auch wirklich allen Fans die Möglichkeit zu geben, das Final-Schauspiel gemeinsam zu erleben, wurde am Schluefweg direkt vor dem Stadion der Kloten Flyers ein Festzelt mit Public Viewing errichtet, welches sowohl die Auswärts- als auch die Heimspiele auf Grossleinwand übertragen wird. Ein Besuch ist Pflicht.»

Nun habe man aber das Sicherheitsdispositiv überdacht, sagt Antonio Hernández: «Bei einem Heimspiel kommen natürlich auch die Zuschauer, die ins Stadion nebenan gehen noch hinzu, das heisst, dass sich mehrere Tausend Personen auf dem Gelände rund ums Stadion bewegen.»

Speziell emotionale Situation

Man habe zwar am letzten Samstag, beim ersten Final-Spiel, keine schlechten Erfahrungen im Fanzelt gemacht, sagt Antonio Hernández. Der erste Zürcher Final in der Geschichte der Schweizer Eishockey-Playoffs ist aber eine besonders emotionale Angelegenheit. Das bestätigt auch Bruno Vollmer, der bei den ZSC Lions für den Spielbetrieb zuständig ist: «Die Situation ist speziell. Hohe Emotionen sind zu 80 Prozent positiv und zu 20 Prozent negativ. Die Sicherheitsvorkehrungen sind bei jedem Derby höher, das ist einfach so.»